Lebenshilfe möchte in Wildeshausen eine neue Gruppe anbieten

Intensive Sprachbildung schon im Kindergartenalter?

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Es kommen immer mehr Kinder ohne Deutschkenntnisse nach Wildeshausen, die gefördert werden müssten.

Wildeshausen - Wildeshausen hat weder eine Integrationsgruppe für behinderte Kinder im Krippenalter (unter drei Jahren), noch ein spezielles Angebot, Kindergartenkindern aus dem Ausland die deutsche Sprache beizubringen. Die Lebenshilfe bietet sich als Träger derartiger Maßnahmen an.

Seit wenigen Jahren betreibt die Lebenshilfe am Lehmkuhlenweg die heilpädagogische Kindertagesstätte „Farbenfroh“ für Kinder mit Assistenbedarf. Schon vor über einem Jahr hatte dessen Geschäftsführer Erwin Drefs der Politik ein Konzept für den Aufbau eines inklusiven Systems von Kindertagesstätten vorgestellt.

In einer integrativen Kinder-Krippengruppe könnten Mädchen und Jungen mit und ohne Behinderung im Alter unter drei Jahren gemeinsam betreut werden. Diese darf bei einer Betreuung von zwei Kindern mit Behinderung höchstens zwölf und bei der Betreuung von drei Kindern mit Behinderung höchstens zehn Kinder umfassen.

Mit einer Realisierung würden demnach zehn oder sieben zusätzliche Krippenplätze für Mädchen und Jungsn ohne Behinderung zur Verfügung stehen. Angesichts von fünf Integrationsgruppen mit vier Plätzen für Kinder mit Behinderung im Alter ab drei Jahren, ist davon auszugehen, dass es in Wildeshausen auch einen Bedarf für behinderte Krippenkinder gibt. Zudem werden in der Stadt in der Zukunft ohnehin weitere Krippenplätze benötigt.

Ganz sicher erforderlich sind in absehbarer Zeit Intensivgruppen für die Sprachbildung Deutsch. „Insbesondere durch den Zuzug von Flüchtlingen und EU-Bürgern nimmt in einigen der Wildeshauser Kindertagesstätten der Anteil der Kinder ohne oder mit nur sehr geringen Deutschkenntnissen stetig zu“, heißt es in einer Vorlage der Verwaltung für den Ausschuss für Ordnung, Soziales und Familie am Donnerstag, 17. September ab 18.15 Uhr im Stadthaus. Dadurch würde die pädagogische Arbeit sehr erschwert.

Nach einem Konzept der Lebenshilfe würde diesen Kindern die Möglichkeit eröffnet, grundsätzlich für ein Kindergartenjahr „intensive sprachbildende alltagsintegrierte Förderangebote der deutschen Sprache“ zu erhalten. Nach Ablauf des Jahres sollen die Kinder grundsätzlich in einer Regelkindergartengruppe betreut werden.

Da die Wildeshauser Kindergarten- und Schulleitungen in einem Gespräch mit der Stadtverwaltung auf die zunehmenden Schwierigkeiten mit vielen Kindern aufgrund fehlender Sprachkenntnisse hingewiesen haben, stellt die Verwaltung zur Diskussion, ob das Konzept der Lebenshilfe weiter debattiert werden sollte. Eine Realisierung wäre ohnehin erst zum nächsten Kindergartenjahr denkbar, da dafür auch Haushaltsmittel zur Verfügung gestellt werden müssten.

dr

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