Für Baumpfleger, Sportler und Künstler

Landesforsten: „Leben und arbeiten in der Schatzkiste der Natur“

Aussichtstürme, die wie hier in der Wesermarsch über die Gipfel der Bäume reichen, baut der Baumhausarchitekt Andreas Wenning.

Landkreis - So vielfältig wie die Wälder der niedersächsischen Landesforsten, so facettenreich sind auch die Geschichten jener Menschen, die persönliche Erlebnisse mit ihrem Wald in einem nun erschienenem Buch erzählen.

In „Gesichter des Waldes, leben und arbeiten in der Schatzkiste der Natur“ schildern 32 Naturliebhaber ihre Beziehung zum Wald – vom beruflichen Wirken, spirituellem Empfinden, sportlichen Ambitionen, künstlerischem Schaffensdrang, familiären Traditionen bis hin zu tiefer Naturverbundenheit. Mit dabei ist auch Baumpfleger Volker Kranz, der unter anderem in der der Samtgemeinde Harpstedt wirkt.

Kranz trug maßgeblich mit zum Entstehen des Essgartens in Barjenbruch bei. Er stand den Betreibern Heike und Frits Deemter mit Rat und Tat zur Seite. Hingegen hat der Huder Bildhauer Wolf E. Schultz eine zwar genauso innige, aber doch deutlich andere Beziehung zum Wald. Der bekennende Fan des Hasbruchs geht auf künstlerische Weise an die Natur heran.

Ganz verschiedene Blickwinkel

Einen wiederum verschiedenen Blickwinkel wählt der emeritierte Sportprofessor Jürgen Dieckert, der einst im Ammerland den ersten Trimmpfad Deutschlands initiierte. Überhaupt erst einmal Wald zu pflanzen, war das jahrzehntelange Bemühen von Hans-Jürgen Jürgens, der auf Wangerooge das Tuunpad-Wäldchen anlegte.

Behutsam nähern sich die beiden Autoren, Rainer Köpsell, pensionierter Förster, und Susanne Eilers, von der Norddeutschen Naturschutzakademie in Schneverdingen, ihren Protagonisten und lassen die Leser an den Lebensläufen dieser ganz verschiedenen Menschen, die der Bezug zum Wald verbindet, teilhaben, heißt es in einer Pressemitteilung der Landesforsten.

Auch Museumsdirektor Ralf Vogeding aus Syke kommt zu Wort. Er hat der Waldarbeit eine eigene Abteilung gewidmet und darüber hinaus im angrenzenden Friedeholz einen Kunstpfad aus der Taufe gehoben. Was die Schauspieler Vera und Peter Henze etwas weiter südlich, bei Bruchhausen, aus ihrem Bauernhof mit hofeigenem Wald gemacht haben, lässt sich ebenfalls nachlesen.

Von der Hecke und Holunderschule

Bei „Hein Botterblom“ zwischen Bremen und Rotenburg geht es um Benjes-Hecken und die Holunderschule, aber vor allem um die besondere Naturbegeisterung des ehemaligen Schulmeisters Heinrich Benjes. Eine andere Form von Naturverbundenheit bietet der Bremer Architekt Andreas Wenning seinen Hausherren, baut er doch weltweit Baumhäuser.

Eine ebenfalls berufliche Verbindung zum Wald pflegen zwei Frauen: Renate Lampe, die in der Nähe von Petershagen (Minden-Lübbecke) ein Sägewerk führt und ihr Holz bei den Landesforsten einkauft, sowie Petra Schnatmeier, die erzählt, wie sie nach der Ausbildung zur Försterin das väterliche Eichen-Sägewerk in Bad Essen (Osnabrück) übernahm.

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