Bereits 57 Projekte gefördert

EU-Millionen für den Landkreis Oldenburg

Frontansicht einer alten aber sanierten Mühle.
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„Sicherung der regionalen Baukultur“ aus „Leader“-Mitteln: die Wassermühle auf Gut Altona.

Landkreis – Bereits seit dem Jahr 2000 gibt es die Lokale Aktionsgruppe „Leader“ (LAG) in der Wildeshauser Geest. In dieser Zeit sind europaweit unzählige von der Europäischen Union und den beteiligten Kommunen vor Ort geförderte Projekte umgesetzt worden. Im Landkreis Oldenburg seien während der vergangenen Förderperiode seit 2014 rund 2,8 Millionen Euro Fördermittel in die Region geflossen, berichtet „Leader“-Regionalmanager Norbert Hamann vom Landkreis Oldenburg.

2,6 Millionen Euro davon seien bis jetzt in 57, meist private, Projekte im Kreisgebiet geflossen. Die Fördermittel, die insgesamt in der Region eingesetzt worden sind, seien jedoch höher, so Hamann. Denn seine Kollegin Katharina Feyertag und er überprüften zusätzlich, ob denn noch andere Fördertöpfe für ein Projekt infrage kommen. Und das bisher mit Erfolg: So konnten für die genannten Maßnahmen insgesamt 8,5 Millionen Euro eingeworben werden: „Wir haben aus einem Euro drei gemacht“, so Hamann. Für kommunale Vorhaben sieht das Programm 50 Prozent Eigenanteil vor, für private 60 Prozent. Als Beispiele für die Sicherung regionaler Baukultur nennt Hamann die Wassermühlen am Gut Altona und am Gut Moorbeck. Ein weiteres Projekt war die Unterstützung des vor Kurzem eröffneten Museums der Traditionsgemeinschaft Fliegerhorst Ahlhorn (wir berichteten). Ein Projekt, das sich noch in der Umsetzungsphase befindet, sei die Weiterentwicklung des Schützenhauses in Bühren, das sich so zu einem vielfältig nutzbaren Dorftreffpunkt entwickeln soll.

Doch die aktuelle Förderperiode läuft aus, die neue steht bevor. Dafür müssen sich die Akteure im Landkreis Oldenburg als LAG „Wildeshauser Geest“ erneut bewerben. Das hierfür notwendige neue Regionale Entwicklungskonzept soll im April 2022 fertiggestellt werden. Bereits Mitte des Monats sei dazu im Bürgerhaus in Wardenburg der Startschuss für die Vorbereitungen für die Jahre 2023 bis 2027 gefallen, wie der Landkreis jetzt in einer Pressemitteilung berichtet. „Wir wollen auf den Erfolgen der vergangenen Jahre aufbauen und unsere Region für die Zukunft fit machen“, wird Rolf Eilers, der Vorsitzende der LAG, darin zitiert. Um für diesen Prozess der Neuaufstellung eine hohe Akzeptanz und Mitwirkungsbereitschaft in der Bevölkerung zu erreichen, sollen die Einwohner des Landkreises eingebunden werden. In zehn „Strategieworkshops“ zu künftig insgesamt fünf Handlungsfeldern werden interessierte Vereine, Verbände und Interessensgruppen, gemeinsam mit Wirtschafts- und Sozialpartnern sowie kommunalen Vertretern an der zukünftigen strategischen Zielsetzung der Region arbeiten und schließlich gemeinsame Startprojekte entwickeln, die bereits ab 2023 umgesetzt werden könnten. Die Termine für die Sitzungen werden alsbald bekannt gegeben, heißt es in der Pressemitteilung. Alle Interessierten könnten daran teilnehmen, ergänzt der Regionalmanager.

Neues Handlungsfeld „„Nachhaltige Siedlungsentwicklung““

Die vier ursprünglichen Handlungsfelder umfassen die Bereiche „Tourismus und Kultur“, „Klima, Umwelt und Naturschutz“, „demografische Entwicklung“ sowie „Digitalisierung und Regionale Wirtschaftsentwicklung“. Neu für die nächste Förderperiode kommt laut Hamann das Feld „Nachhaltige Siedlungsentwicklung“ hinzu. Beim letztgenannten Punkt gehe es etwa um die Reduzierung des Flächenverbrauchs oder die Stärkung von Siedlungskernen, sprich die Vermeidung von Leerständen. Doch auch die Klimafolgenanpassung falle darunter, erläutert der Regionalmanager abschließend.

„Die weitere Entwicklung der Region lebt von den Ideen der Menschen, die sie mitgestalten möchten. Deshalb möchten wir so viele kreative Köpfe wie möglich einbinden“, betont Hamann. Unterstützt wird die Lokale Aktionsgruppe in diesem Prozess von dem Oldenburger Beratungsbüro „Dieter Meyer Consulting“.

Das englische Wort „Leader“ ist übrigens eine Abkürzung für den französischen Begriff „Liaison entre actions de développement de l’économie rurale“, was auf Deutsch „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“ bedeutet.

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