Polizei spricht von Schwerverletztem und 112.000 Euro Schaden

Unfall auf A1: Autotransporter fährt auf Stauende auf - Autobahn bis in die Nacht gesperrt

Ein wahres Trümmerfeld erwartete die Rettungskräfte auf der A 1.
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Ein wahres Trümmerfeld erwartete die Rettungskräfte auf der A 1.

Wildeshausen – Schwerer Unfall auf der Autobahn 1 zwischen den Anschlussstellen Wildeshausen-Nord und Groß Ippener. Dort ist am Montag gegen 14.30 Uhr nach ersten Erkenntnissen der Autobahnpolizei Ahlhorn der Fahrer eines Autotransporters ungebremst auf das Stauende aufgefahren.

Laut Polizeibericht hatte ein 37-jähriger Mann aus dem Landkreis Harburg den Stau erkannt und seinen Lkw bis zum Stillstand abgebremst. Ihm folgte ein 39-jähriger Mann aus Verden, der seinen Sattelzug ebenfalls bis zum Stillstand abbremste. Der danach folgende, 50-jährige Fahrer eines Autotransporters erkannte das Stauende offensichtlich zu spät. Der Mann aus Mönchengladbach lenkte sein Gespann noch nach links, um ein frontales Auffahren auf den stehenden Sattelzug zu verhindern.

Hierdurch kollidierte er mit der rechten Seite seines Lasters mit dem stehenden Auflieger. Durch den Aufprall wurde der Autotransporter so stark beschädigt, dass beinahe das gesamte Dach der Fahrerkabine abgerissen wurde. Nach dem Aufprall kollidierte der Laster samt Anhänger mit der Mittelschutzplanke und kam dort zum Stehen. Der Mann wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste durch die Feuerwehren Wildeshausen und Harpstedt mit schwerem Gerät geborgen werden. Anschließend wurde er mit scheren Verletzungen in ein umliegendes Krankenhaus gebracht.

Ein auf dem Anhänger des Unfallverursachers geladener PKW fiel durch den Unfall von der Ladefläche und blieb derart auf der Mittelschutzplanke liegen, dass er teilweise in den Gegenverkehr ragte. Aufgrund dessen musste der Überholfahrstreifen der A1 in der Gegenrichtung (Osnabrück) gesperrt werden.

Durch den Aufprall wurde der Sattelzug des Mannes aus Verden zudem noch auf den vor ihm stehenden Lkw des Harburgers aufgeschoben. Der Mann aus Verden musste mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus gefahren werden.

Autobahn wurde bis in den späten Abend voll gesperrt

Für die Rettungs- und Bergungsmaßnahmen wurde die A1 in Richtung Bremen an der Anschlussstelle Wildeshausen-Nord voll gesperrt. Es bildete sich teilweise ein Stau von bis zu fünf Kilometern Länge. Der Gesamtschaden wird durch die Polizei auf 112.000 Euro geschätzt.

Die Bergung der verunfallten Fahrzeuge wird voraussichtlich noch bis in die späten Abendstunden, andauern, da Betriebsstoffe ausgelaufen sind und die Fahrbahn aufwendig gereinigt werden muss.

Unfallverursacher wollte Werbebroschüren behalten

Trotz seiner Verletzungen hatte der Unfallverursacher einen Wunsch, den ihm die Einsatzkräfte gerne erfüllten. Der Mann war leidenschaftlicher Sammler von Werbebroschüren von Autoherstellern. Diese waren durch den Unfall aus der Fahrerkabine herausgeschleudert worden und lagen auf der Fahrbahn. Nach der Unfallaufnahme sammelten Polizei und Feuerwehr gemeinsam die Broschüren auf und übergaben sie dem Abschleppunternehmen. „Der Fahrer kann sich daran hoffentlich nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus erfreuen“, hieß es von der Polizei.

Schon ein Unfall am Montagmorgen

Bereits am Montagmorgen hatte sich gegen 6 Uhr auf der Strecke im Bereich der Samtgemeinde Harpstedt ein Unfall ereignet. Ein 60-Jähriger hatte die Geschwindigkeit seiner Sattelzugmaschine mit Auflieger verringert, da er auf eine eingerichtete Baustelle zufuhr. Dies bemerkte ein nachfolgender 31-jähriger Lasterfahrer zu spät und fuhr auf den Sattelzug auf.

Beide Fahrer blieben bei dem Verkehrsunfall unverletzt. Es entstand ein Schaden in Höhe von circa 55.000 Euro.

Der Verkehr wurde für die Dauer der Unfallaufnahme und die Bergung der Fahrzeuge für etwa vier Stunden einspurig an der Unfallstelle vorbeigeleitet. Gegen den 31-Jährigen wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Bereits am Sonnabend gab es einen schweren Unfall an der Stelle

Bereits am Sonnabend gegen 15.39 Uhr war es zu einem schweren Unfall und langen Staus auf der Autobahn 1 zwischen der Anschlussstelle Groß Ippener und dem Autobahndreieck Stuhr gekommen..

Laut Polizeibericht fuhr ein 32-jähriger Skoda-Fahrer am Stauende auf einen stehenden anderen Skoda auf und verletzte sich schwer. Der Gesundheitszustand des Unfallverursachers wurde zunächst als lebensgefährlich eingestuft. Er wurde in ein umliegendes Krankenhaus gebracht. Die beiden Fahrzeuginsassen in dem zweiten Skoda wurden jeweils leicht verletzt ins Krankenhaus gefahren. Für die Rettungs- und Bergungsarbeiten musste die Autobahn zwischenzeitlich immer wieder kurzfristig voll gesperrt werden, sodass sich der Verkehr teilweise bis zu sechs Kilometer weit staute.

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