Lars Poetsch war schon als Vierjähriger ständiger Gast am Anna-See

Schon als kleiner Steppke Opas Modelle gefahren

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Lars Poetsch hat in den Wintermonaten einige Stunden an seinem Polizeiboot „Bremen“ gebastelt.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Schon als kleiner Steppke von vier oder fünf Jahren durfte er Opa Heino Eilers‘ Modelle über den Anna-See steuern. Dabei hat er nicht selten die Mitglieder des Modellbau-Clubs Wildeshausen (MCW) „genervt“ oder geärgert. Heute ist Lars Poetsch 17 Jahre alt und dem MCW noch immer treu. Ganz versessen ist er auf den Modellbau.

Sein ganzer Stolz ist das Polizeiboot „Bremen“, an dem er über die Wintermonate einige Stunden rumgebastelt hat. „Ich weiß nicht wie lang ich insgesamt daran gearbeitet habe, aber es gab einiges zu überholen“, erzählt Lars. Unter anderem habe er die Technik auf den neuesten Stand gebracht: „Mein Boot hat zwei Motoren und einen normalen Schraubenantrieb.“

Woher aber kennt er sich so mit dem Modellbau aus? „Damals hat mir Opa schon einiges beigebracht. Aber ich fuchse mich in viele Dinge auch selber rein, weil mich Technik im Allgemeinen interessiert“, sagt Lars. Bei argen Problemen könne er jederzeit auch die „alten Hasen“ im Verein fragen: „Oft bin ich auch bei Friedhelm Möller, der schon sehr lange im MCW Mitglied ist und wirklich immer Rat weiß. Er gibt mir dann Tipps und zeigt mir alles sehr genau.“

Noch sehr gut kann sich der Modellbauer an seine Anfänge als kleiner Junge erinnern: „Als ich das erste mal mit Opa an den See durfte, war das schon sehr spannend, ich fand die vielen Boote damals so toll.“ Ganz aufgeregt sei er gewesen, als er zum ersten Mal die Fernsteuerung in der Hand hatte, um das Boot zu steuern: „Opa hat mich praktisch angesteckt und mir den Modellbau immer wieder schmackhaft gemacht. Heute bin ich sehr froh, dass er das gemacht hat, ich bin schon seit mehr als zehn Jahren Vereinsmitglied und habe den Eintritt nie bereut.“

Der MCW hat derzeit 33 Mitglieder. „Darunter sind leider nur zwei Jugendliche“, sagt der Vorsitzende Reinhold Habben, der hofft, dass sich das bald ändert: „Wer Interesse hat, kann sich ganz unverbindlich sonntags zwischen 10 und 12 Uhr am Anna-See einfinden, um sich zu informieren. Unsere ,Kapitäne‘ sind jederzeit bereit, Tipps zu geben.“ Der Jahresbeitrag für Erwachsene betrage 57 Euro, für Jugendliche bis 18 Jahre 28 Euro. An Aufnahmegebühren werden 27 beziehungsweise 13 Euro erhoben.

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