Landwirtschaftsministerium gibt Zuschlag für Leader-Region

2,8 Millionen Euro für Wildeshauser Geest

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Der Sinnes- und Erlebnisgarten beim Lopshof wurde während der vergangenen Leader-Periode gefördert.

Wildeshausen - Eine gute Nachricht aus Hannover für den ländlichen Raum: Die mit dem Landkreis Oldenburg deckungsgleiche Region Wildeshauser Geest ist gestern vom zuständigen Landwirtschaftsministerium als eine von 41 Leader-Regionen ausgewählt worden.

Dies teilten die hiesigen Landtagsabgeordneten Hans-Joachim Janßen (Grünen) sowie Renate Geuter und Axel Brammer (SPD) mit. Mit der Zusage von Landwirtschaftsminister Christian Meyer ist für die Leader-Region Wildeshauser Geest eine Zuweisung von 2,8 Millionen Euro für die eingereichten Ziele und Projekte verbunden.

Die rot-grüne Landesregierung hatte die Förderung für den ländlichen Raum aus dem EU-Topf erheblich aufgestockt. Allein für das beliebte Leader-Programm ist eine Rekordsumme von über 100 Millionen Euro vorgesehen. Meyer: „Statt 30 können dieses Mal 41 Regionen nach einem unabhängigen Auswahlprozess mit erhöhtem Fördersatz bezuschusst werden.“

Das Auswahlverfahren fand unter Wettbewerbsbedingungen statt. Alle teilnehmenden Regionen konkurrierten mit ihren im Januar eingereichten Entwicklungskonzepten um die zur Verfügung stehenden Mittel für Leader und das ILE-Regionalmanagement in Höhe von rund 112 Millionen Euro für die gesamte Förderperiode von 2014 bis 2020. Die Gelder kommen kommen damit den besten der eingereichten Konzepte zugute. Insgesamt 41 Leader- und 20 ILE-Regionen haben das Auswahlverfahren erfolgreich bestanden.

Niedersachsen setzt somit die bewährten Strukturen fort und bietet parallel zwei Förderinstrumente an, die eine Zusammenarbeit vor Ort und damit eine Entwicklung „von unten“ unterstützen.

Die Akteure in den Regionen hatten seit Juni des vergangenen Jahres regionale Entwicklungskonzepte erarbeitet und bis zum 10. Januar eingereicht. Die Ideen waren die Voraussetzung für die Förderung und sind die Grundlage der weiteren Arbeit in den jetzt ausgewählten Regionen. In diesen Konzepten sind Aussagen zu Stärken und Schwächen in der Region, zur Strategie für die weitere Entwicklung, zu konkreten Handlungsfeldern und zur Einbindung der lokalen Bevölkerung in den Entwicklungsprozess zu finden. Sie passen damit zielgenau für den Kooperationsraum.

„Es sind aber keine Konzepte für die Schublade, sondern damit geht es jetzt los“, betonte Janßen. Durch viele konkrete Projekte vor Ort würden in den Jahren bis 2020 die Entwicklungsschritte in der Region für jeden sichtbar und die Konzepte mit Leben gefüllt. In der Zukunft können also beispielsweise die Sanierung eines Dorfplatzes, die Einrichtung eines neuen Dorfladens durch Umnutzung einer Scheune, Restaurierungen und Umnutzung von historischen Gebäuden, Naturschutzprojekte wie die Renaturierung von Gewässern, der Bau eines Rastplatzes für Wasser-Wanderer, Hilfen für Unternehmensgründungen oder auch Qualifizierungsangebote für bestimmte Berufe in den Regionen gefördert werden.

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