„Landwirtschaft verdient mehr Respekt und Achtung“

Vielfältiges Erntefest in Düngstrup mit guter Stimmung, aber auch ernsten Worten

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Gemeinsam hängten die Mitglieder der Düngstruper Dorfgemeinschaft die Erntekrone auf.

Düngstrup - „Die Landwirtschaft hat mehr Solidarität und Respekt verdient.“ Das betonte Hergen Stolle als Vorsitzender des Heimatvereins Düngstrup im Rahmen des großen Ernteballs bei Schönherr. Neben nachdenklichen Worten gab es aber viele Gründe, ausgelassen zu feiern. Das taten die 170 Gäste am Sonnabend bis spät in die Nacht.

Der Ball begann traditionell mit dem Einzug der Erntekrone, die diesmal von der Dorfgemeinschaft in Düngstrup gebunden worden war. Begleitet wurden die Träger von den Klängen der Jagdhornbläser.

Die Veranstaltung wurde von Stolle moderiert, der die Gäste willkommen hieß und sich bei allen Beteiligten und Ausrichtern, dem Ortslandvolkverband, dem Landfrauenverein, der Landjugend und dem Heimatverein, bedankte. Im Anschluss daran ging er darauf ein, dass das Wetter in diesem Jahr nicht optimal für die Getreide-Ernte war. Diese habe sich deshalb bis Ende August hingezogen. Allerdings, so Stolle, sei der Niederschlag für Kartoffeln und Mais genau rechtzeitig gekommen, sodass hier die Erträge gut seien. Er mache sich Sorgen darüber, wie die Öffentlichkeit mit den Landwirten umgehe, erklärte Stolle. „Politik, Medien und Umweltverbände fordern die Agrarwende ein. Insofern möchte ich an alle Beteiligten appellieren, im Rahmen dieser Diskussion sachlich, konstruktiv und fair miteinander umzugehen. Das sollte die Mindestvoraussetzung für einen Dialog sein, und hier hat die Landwirtschaft mehr Solidarität verdient“, sagte Stolle. „Das gesellschaftliche Miteinander im ländlichen Raum, insbesondere unter Einbindung der Landwirtschaft, liegt mir als Vorsitzendem des Heimatvereins neben unseren anderen Aufgaben sehr am Herzen. Denn nur mit einer intakten Gemeinschaft lässt sich ein Miteinander auf dem Dorf weiterentwickeln und pflegen.“

„Feldarbeit war und ist harte körperliche Arbeit“

Bürgermeister Jens Kuraschinski überbrachte die Grüße von Stadtverwaltung und -rat. Er erinnerte an die Tradition des Erntefestes. „Es ist eines der ältesten und schönsten Feste in der Welt. Überall danken die Menschen in diesen Tagen für die eingebrachte Ernte mit ihren Gaben. Bereits seit vielen Jahrhunderten wird das Erntedankfest gefeiert. Kaum ein anderer Bereich der modernen Zeit ist so abhängig von der Witterung wie die Landwirtschaft“, sagte Kuraschinski. „Feldarbeit war und ist harte körperliche Arbeit. Nicht umsonst war man auf die Hilfe der gesamten Familie und der Gemeinschaft angewiesen. Dass die Kinder heute ihre Herbstferien genießen können, ist ein Überbleibsel aus der Zeit, als auch sie mit anpacken mussten.“

Nach den Grußworten und dem Ehrentanz folgte der Tanz mit DJ Jan. Als Überraschungsgast kamen zudem die „Brettorfer Dorfplattler“ zum Ball und sorgten für ausgelassene Stimmung. 

jb

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