Landwirt muss 1000 Euro zahlen

Strafbefehl gegen Putenmast-Leiter

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Putenmast ist nach Einschätzung von Peta Tierquälerei.

Wildeshausen - Der verantwortliche Betriebsleiter eines Heidemark-Betriebes in Großenkneten ist nach verdeckten Ermittlungen der Tierrechtsorganisation Peta Deutschland mit einer Bewährungsauflage von 1000 Euro und einer Verwarnung wegen des Vergehens gegen das Tierschutzgesetz mit zweijähriger Bewehrung belegt worden. Der Betriebsleiter hatte zwar Einspruch gegen den Strafbefehl vom 15. Juni eingelegt, zog diesen aber gestern zurück. Andernfalls wäre es am 3. August zu einer Verhandlung vor dem Amtsgericht in Wildeshausen gekommen.

Ermittler von Peta hatten vor zwei Jahren nach eigenen Angaben in mehreren Putenmastbetrieben der Unternehmensgruppe Heidemark gravierende Missstände dokumentiert. „Auch im Stall der Großenkneter Mastanlage waren viele Tiere krank, verletzt oder bereits tot. Verwundete, offensichtlich nicht adäquat tiermedizinisch versorgte Puten befanden sich nicht wie vorgeschrieben in abgetrennten Buchten, sondern im normalen Stallbereich“, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Tierrechtsorganisation hatte bereits am 5. Juni 2013 Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Oldenburg gestellt. Diese beantragte dann vor wenigen Wochen einen Strafbefehl gegen den Mann aus Großenkneten (Aktenzeichen: NZS 1102 Js 31603/13 Staatsanwaltschaft Oldenburg). Peta begrüßte die strafrechtliche Verfolgung durch die Staatsanwaltschaft Oldenburg und forderte in diesem Zusammenhang den Ausstieg aus der „qualvollen Putenproduktion“.

„Die Bedingungen in der industriellen Putenmast sind systemimmanent tierquälerisch. Leid und Schmerzen der sensiblen Tiere werden klar einkalkuliert, anders kann eine solche Massenproduktion nicht funktionieren“, so Dr. Edmund Haferbeck, Manager der Rechts- und Wissenschaftsabteilung bei Peta. „Dabei gelten gerade für Puten keine konkreten gesetzlichen Vorschriften, sondern lediglich unverbindliche freiwillige Leitlinien. Nur ein konsequenter Ausstieg aus der Putenproduktion setzt dem Tierleid ein Ende.“

Bereits seit Jahren führt Peta Kampagnen gegen die industrielle Tierproduktion in Deutschland durch. Hauptaugenmerk ist dabei Deutschlands größter Putenmastkonzern, die Firma Heidemark. Auch 2013 suchten Ermittler der Tierrechtsorganisation Betriebe der Heidemark-Gruppe auf und dokumentierten die dortigen Verhältnisse.

dr

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