Landkreisweit für Sozialhilfeempfänger nicht genügend Angebote vorhanden

Grüne: 1,5 Millionen Euro für Wohnungsbau

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Mediengruppe Kreiszeitung

Landkreis - Einen Runden Tisch zum Thema „Sozialer Wohnungsbau“ und einen Fördertopf mit 1,5 Millionen Euro für den Landkreis Oldenburg fordert die Grünen-Kreistagsfraktion. Letzteres sieht die Verwaltung kritisch. Beide Anträge stehen auf der Tagesordnung für die Sitzung des Sozialausschusses am Dienstag ab 17 Uhr im Kreishaus.

Schon seit einigen Jahren habe die Verwaltung festgestellt, dass insbesondere Bürger, die Transferleistungen vom Landkreis beziehen, große Probleme haben, eine angemessene Wohnung zu finden, heißt es in der Sitzungsvorlage. Das sei nicht nur für die Betroffenen unbefriedigend, sondern daraus resultierten auch höhere Kosten, weil „im Zweifel unangemessene Unterkunftskosten vom Landkreis zu übernehmen sind“.

Das Problem ist also nicht neu. Aber es hat dadurch, dass rund 1100 Flüchtlinge in den Gemeinden des Landkreises angekommen sind, an Dramatik gewonnen. In Wildeshausen sind mehrere Grundstücke für die Errichtung von Wohnanlagen im Gespräch (wir berichteten). Mittel- und langfristig seien in größerer Zahl preisgebundene Mietwohnungen zu errichten, meint die Verwaltung, die dabei vorrangig auf die Bau- und Wohnungsgesellschaft GSG Oldenburg setzt.

Den Grünen reicht das offenbar nicht aus. Sie beklagen, dass in den Kommunen zwar immer neue Baugebiete ausgewiesen würden, diese aber Einfamilienhäusern vorbehalten blieben. Junge Familien oder Singles hätten dagegen kaum noch die Chance, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Der Runde Tisch mit allen Gemeinden, dem Landkreis und mindestens drei Baufirmen sowie der Fördertopf sollen Abhilfe schaffen. „Der Bedarf ist unbestritten – jetzt gilt es zu handeln“, so die Grünen.

Die Verwaltung führe regelmäßig Gespräche mit den Bürgermeistern, heißt es in der Vorlage. Den Vorschlag, Baufirmen einzubinden, greift man im Kreishaus jedoch nicht auf. Zur Idee, 1,5 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen, findet die Verwaltung allerdings klare Worte. Angesichts der Tatsache, dass die notwendigen Vorgespräche, Grundstücksüberlegungen und betriebswirtschaftliche Kalkulationen bislang nur sehr partiell vorlägen, sei der Antrag „mindestens verfrüht“. Unabhängig davon müsse allerdings auch ganz deutlich festgestellt werden, dass der Haushaltsentwurf für das kommende Jahr derartige Spielräume nicht ausweise.

bor

Symbolfoto: dpa

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