Online-Kreistagssitzung: Geld für das Johanneum, Gymnasium Ahlhorn und Kloster Hude

Landkreis will in die Zukunft investieren

Das verbliebene Mauerwerk der mittelalterlichen Klosterruine in Hude.
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Das Klostermuseum ergänzt mit der angrenzenden Klöster-Schänke das Ensemble um die historische Ruine.

Wildeshausen/Hude/Ahlhorn – Nach rund achtmonatiger coronabedingter Pause tagt am heutigen Dienstag erstmals wieder der Kreistag des Landkreises Oldenburg. Trat das Gremium im Juli noch persönlich in der Gymnasiumssporthalle zusammen, erfolgt die jetzige Sitzung in Form einer Online-Konferenz. Im Februar hatte es bereits eine „Informelle Kreistagskonferenz“ gegeben (wir berichteten).

Drei der vier Hauptthemen der aktuellen Tagesordnung beschäftigen sich mit der künftigen, langfristigen Entwicklung von Einrichtungen im Landkreis: dem Krankenhaus Johanneum in Wildeshausen, dem Klosterensemble in Hude sowie dem Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Ahlhorn. Der vierte Punkt umfasst die Entlastung der Verwaltung für den Jahresabschluss des Kreishaushaltes des Jahres 2018.

3,44 Millionen für das Krankenhaus

Der Zuschuss für einen geplanten Neubau, die Erweiterung und die Sanierung des Hospitals in der Wittekindstadt steht schon lange auf der politischen Agenda des Kreistages. Durch ausgefallene Sitzungen verschoben, soll das Gremium heute nun einen Beschluss über einen Zuschuss in Höhe von 3,44 Millionen Euro (wir berichteten) fassen. Ein Vertreter des Krankenhauses Johanneum hatte dem Kreis-Finanzausschuss in nichtöffentlicher Sitzung den endgültigen Finanzplan vorgestellt und weitere finanzwirtschaftliche Fragen beantwortet. Der Kreisausschuss hat das Thema bereits vergangene Woche beraten und zur Beschlussfassung auf die Tagesordnung gesetzt.

Positiv steht die Kreisverwaltung der Umstrukturierung des Ahlhorner Gymnasiums zu einer sogenannten teilgebundenen Ganztagsschule gegenüber. Diese Veränderung soll es der Schule ermöglichen, für alle Jugendlichen verbindlich den Erwerb eines international anerkannten „Computerführerscheins“ ICDL („International Certification for Digital Literacy“) umzusetzen (wir berichteten).

Verbandsgründung geplant

Ein langfristiges finanzielles Engagement geht schließlich vom Tagesordnungspunkt „Gründung des Zweckverbandes Hude“ aus. Die Kreisverwaltung beabsichtigt, mit der Eigentümerfamilie von Witzleben sowie der Gemeinde Hude zusammenzuarbeiten, um die mittelalterliche Anlage zu bewahren und unter anderem touristisch zu erschließen. Das gilt ebenso für die angrenzenden Bereiche des ehemaligen Klosterbezirkes. „Die Kreisverwaltung sieht wegen der besonderen Bedeutung des Klosterensembles die Notwendigkeit, hier Strukturen zu schaffen, die den Erhalt dieses kulturellen Erbes für nachfolgende Generationen und die Weiterentwicklung des Ensembles gewährleisten“, heißt es denn auch in der Beschlussvorlage.

Jährlich sollen dem Zweckverband 100 000 Euro zur Verfügung stehen, wobei die Besitzer maximal 10 000 Euro beisteuern. Kreis und Gemeinde teilen sich die restliche Summe. Davon sollen anfallende Personalkosten sowie „kleinere Projekte“ finanziert werden. Für größere Maßnahmen seien hingegen „jeweils einzelfallbezogen Finanzierungen zu entwickeln“, heißt es weiter. „Die mit der Gemeinde Hude und der Gutsverwaltung seit September vergangenen Jahres geführten Gespräche lassen eine konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit erwarten“, blickt die Verwaltung positiv auf die künftige Zusammenarbeit.

Nach drei Jahren soll die Arbeit des Verbandes das erste Mal überprüft und bewertet werden. Der Verbandsversammlung sollen laut Beschlussvorschlag je Mitglied jeweils drei Vertreter angehören, die für ihre Gruppe allerdings nur geschlossen abstimmen können. Den Landkreis sollen neben Landrat Carsten Harings die beiden Huder Kreistagsabgeordneten Marlies Pape (FDP) und Hilko Finke (Grüne) in dem Gremium vertreten.  fra

Die Klosterschenke unweit der historischen Ruine in Hude.
Der Eingang des gegenwärtigen Klostermuseums, das direkt an die Ruine angrenzt.

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