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Landkreis richtet Notunterkunft ein

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Von: Dierk Rohdenburg

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Planungen im Kreishaus für eine Flüchtlingsunterkunft in Hude.
Planungen im Kreishaus für eine Flüchtlingsunterkunft in Hude. © wz

Wildeshausen – Wegen des Krieges in der Ukraine bereitet sich auch der Landkreis Oldenburg auf eine mögliche Flüchtlingswelle aus dem osteuropäischen Land vor.

In diesem Rahmen wird ab heute die Notunterkunft in der Gemeinde Hude, die schon im Zuge der Flüchtlingskrise 2015 genutzt wurde, in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz aktiv auf Vollstärke eingerichtet.

„Dann stehen dort 153 Plätze zur Verfügung“, so Kreissprecher Oliver Galeotti. Derweil lägen allerdings noch keine genauen Infos über mögliche Belegungen vor.

Landrat Christian Pundt.
Landrat Christian Pundt. © -

„Wir werden vorbereitet sein und gehen das Thema intensiv und konzentriert an. Die Erfahrungen aus 2015 fließen natürlich mit ein. Im Falle eines Falles sind wir schnell sowie unkompliziert handlungsfähig und wollen jede mögliche Hilfe anbieten“, wird Landrat Christian Pundt in einer Mitteilung zitiert. Ohnehin schaut die Kreisverwaltung „mit großer Sorge und Enttäuschung über die Ereignisse“ auf die aktuellen Geschehnisse und Völkerrechtsbrüche in der Ukraine. „Die russische Aggression ist bestürzend und macht fassungslos. Sie bereitet zurecht vielen Menschen, auch den jüngeren, Angst“, so Pundt. „Plötzlich gibt es nach über 70 Jahren einen Krieg in Europa. Das macht mich wütend und traurig. Mit den Gedanken sind wir bei den Menschen in der Ukraine und hoffen auf ein schnelles Ende der kriegerischen Aktionen.“

Als positiv und bestärkend empfindet es der Landrat trotz der schlimmen Nachrichten, dass vielerorts, auch in Russland selber, Menschen auf die Straße gehen und die Invasion offen ablehnen. „Dieser Protest gegen Krieg und Leid muss in allen Teilen der Welt größer werden, denn es gibt schon viel zu viele Konfliktherde auf der Erde“, sagt Pundt.

Gesprächsangebote für Kinder und Jugendliche

Die Kreisverwaltung weist in diesem Zusammenhang auf zwei Angebote hin, an die sich Jugendliche oder auch Kinder wenden können, wenn ihnen die aktuelle Entwicklung rund um den Krieg Sorgen und Ängste macht und es niemanden gibt, dem sie sich anvertrauen möchten. Da ist zum einen die „Nummer gegen Kummer“, die unter Telefon 0800/7237029037 Kindern und Jugendlichen rund um die Uhr ein kompetenter Ansprechpartner ist. Ab Montag, 28. Februar, erhalten Kinder und Jugendliche zusätzlich im Kreisjugendamt unter Telefon 04431/85257 zu den Öffnungszeiten, montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr sowie freitags 8 bis 13 Uhr, Antworten auf ihre Fragen. „Wir wissen, dass Kinder und Jugendliche mit ihren Eltern diese schlimmen Erlebnisse verarbeiten müssen und wollen deshalb proaktiv Angebote schaffen“, so Pundt.  

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