Bedenken zurückgezogen

Kreis gewährt Ausnahme für Rewe-Neubau am Huntetor

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Der Abriss rückt näher: Die Pläne für einen neuen Rewe-Markt am Huntetor sind vorangekommen. 

Wildeshausen - Von Ove Bornholt. Das ist eine gute Nachricht für die Verbraucher im Norden und Osten von Wildeshausen: Der Landkreis Oldenburg hat seine Bedenken wegen des geplanten Neubaus des Rewe-Marktes am Huntetor zurückgezogen. Damit könnte das Projekt, über das der Ausschuss für Stadtplanung und Bau am Mittwoch, 13. Februar, ab 18.15 Uhr im Stadthaus zum wiederholten Mal berät, endlich vorankommen. Schließlich läuft das Bauleitplanverfahren schon seit Dezember 2015.

Der Einzelhändler will seinen jetzigen Markt abreißen und die Verkaufsfläche inklusive Getränkeabteilung in einem Neubau auf 1625 Quadratmeter erhöhen. Das sind knapp 250 mehr als zurzeit. Hinzukommt ein Bäcker mit Café auf rund 100 Quadratmetern. In einem Gutachten ist die Rede von einem Umsatz in Höhe von etwas mehr als sechs Millionen Euro pro Jahr, der in dem nach modernen Kriterien gestalteten Markt erzielt werden soll. In dem vom Gutachter definierten Nahbereich leben rund 6000 Menschen.

Grundsätzlich hatte der Landkreis das Vorhaben begrüßt und es als sinnvoll erachtet. Und das trotz der Pläne Aldis, seinen nur rund 500 Meter entfernt liegenden Standort an der Harpstedter Straße abzureißen und neu auf 1200 Quadratmeter zu bauen. Geplant ist, die Filiale bis Ostern abzubrechen und im Herbst den neuen Discounter fertigzustellen (wir berichteten). Seine bisher ablehnende Haltung gegen das Rewe-Projekt hatte der Landkreis wie folgt begründet: „Kritisch sehen wir die Absicht, aus dem Einzelstandort Rewe ein weiteres Nahversorgungszentrum zu entwickeln, da die Gefahr bestehen könnte, dass der zentrale Versorgungsbereich in der Innenstadt in seiner weiteren Entwicklung stark behindert werden würde.“ Das entscheidende Stichwort ist „Nahversorgungszentrum“, denn mit Aldi und Netto befindet sich bereits an der Harpstedter Straße ein geplantes Zentrum für die Nahversorgung.

Kein anderer geeigneter Standort

Lieber wäre es dem Landkreis also gewesen, wenn Rewe seinen Neubau an anderer Stelle errichtet hätte. Doch eine Prüfung durch die Behörde hat ergeben, „dass in integrierter Lage in Wildeshausen kein geeigneter Standort für die Realisierung des Vorhabens vorhanden ist“. Denkbar wäre einzig der Gildeplatz, der aus offensichtlichen Gründen ausscheidet. Auch vom Straßenverkehr her wäre solch eine Verlagerung schwierig. Diese Einschätzung dürfte ganz im Sinne der Kölner Einzelhandelskette sein, die schließlich schon das benachbarte Lokal Wolters sowie ein dahinter befindliches Wohnhaus kaufte und im März 2016 abreißen ließ.

Der Neubau befindet sich laut Einschätzung des Landkreises im Einklang mit dem Einzelhandelskonzept der Stadt und dem Landesraumordnungsprogramm. Die sogenannten aperiodischen Randsortimente von Rewe wie Kleider, Bücher und Schuhe sollen auf zehn Prozent der Verkaufsfläche begrenzt werden. Während der Ausschusssitzung am Mittwoch soll der aktuelle Planungsstand vorgestellt werden. Auch die Stellungnahmen anderer Behörden sind Thema.

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