Grüne fordern konsequente Maßnahmen bei Schlachtbetrieben

Landkreis Oldenburg: Inzidenzwert steigt auf 171,1

Die Zahlen steigen weiter: Der Inzidenzwert im Landkreis Oldenburg liegt bei 171,1.
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Die Zahlen steigen weiter: Der Inzidenzwert im Landkreis Oldenburg liegt bei 171,1.

Landkreis – Die Corona-Zahlen im Landkreis Oldenburg steigen unaufhaltsam weiter: Das Landesgesundheitsamt vermeldet mit Stand Dienstag um 9 Uhr eine kumulative Sieben-Tages-Inzidenz für den Landkreis Oldenburg von 171,1. Am Vortag lag der Wert noch bei 158,1. Der Landkreis Oldenburg hat bereits den Erlass einer Allgemeinverfügung angekündigt. Diese könnte Ausgangssperren enthalten.

Unterdessen fordert die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen Konsequenzen, weil aus den Fleisch- und Schlachtbetrieben im Landkreis Oldenburg regelmäßig hohe Corona-Infektionszahlen gemeldet werden. „Es besteht dringender Handlungsbedarf bei Unternehmen, die als Treiber der Pandemie anzusehen sind“, schreibt der Fraktionsvorsitzende Eduard Hüsers in einer Pressemitteilung. „Hier sollten Abläufe hinterfragt und gegebenenfalls mit halber Kapazität oder gar nicht mehr gearbeitet werden.“

Die Grünen haben die Zahlen der Kreisverwaltung analysiert und bedanken sich dort, dass hier „vorbildlich“ eine Branche in den Fokus genommen wird.

Hohe Zahlen in Großenkneten und Wildeshausen

Das Infektionsgeschehen in den Schlachtunternehmen sorge dafür, dass die Stadt Wildeshausen mit aktuell 1 091 Fällen und Großenkneten mit 849 einsame Spitzenreiter im Landkreis seien, obwohl beispielsweise Wardenburg mehr Einwohner als Großenkneten habe und nur 301 Fälle verzeichne.

Aus einer Übersicht, die annimmt, dass von den bei Geestland in Wildeshausen, Heidemark in Ahlhorn und Kurant in Hatten arbeitenden 2 500 Mitarbeitern im Schlachtbereich etwa 2 000 im Landkreis Oldenburg wohnen, geht nach Berechnung der Grünen für den Monat März hervor, dass die Fallzahlen in der Branche um den Faktor 15 bis 19 pro Tag höher sind als in der allgemeinen Bevölkerung. Hier müssten der Landkreis Oldenburg und das Land Niedersachsen aktiv werden und bestimmte Unternehmen genauer durchleuchten sowie Konsequenzen zu ziehen.

Härtere Maßnahmen am Arbeitsplatz eingefordert

„Entweder die Mitarbeiter arbeiten in den Schlacht- und Zerlegebetrieben zu dicht beieinander, Schulter an Schulter, oder die Unterbringung in Zweibett- oder Mehrbettzimmer ist sofort abzuändern“, so Hüsers. Da die Mitarbeiter auch viele Kontakte durch ihren Einkauf und zu Bekannten nach Wildeshausen und Ahlhorn hinein haben, seien die Fallzahlen hier in der Bevölkerung auch immer hoch.

„Die insgesamt 66 Neuinfizierten innerhalb eines Tages, davon 21 in Wildeshausen und 17 in Großenkneten, sprechen für sich“, so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Elke Szepanski. „Auch unter Berücksichtigung des wesentlich ansteckenderen britischen Virus müssen härtere Maßnahmen sowohl am Arbeitsplatz als auch bei der Unterbringung als bisher ergriffen werden.“

Hüsers verweist darauf, dass die Fallzahlen in den fleischverarbeitenden Betrieben seit Anfang März kontinuierlich auf hohem Niveau sind und jetzt überdurchschnittlich ansteigen. „Es besteht Handlungsbedarf, und das bedeutet nicht in erster Linie nur Einschränkungen für Handelsbetriebe, Gastronomie oder Bürger“, so Hüsers.

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