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Landkreis erlässt Maskentragepflicht bei Versammlungen

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Von: Dierk Rohdenburg

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Kundgebungen, Demonstrationen, Versammlungen: Dort gilt ab Sonnabend Maskenpflicht.
Kundgebungen, Demonstrationen, Versammlungen: Dort gilt ab Sonnabend Maskenpflicht. © dpa

Wildeshausen – Der Landkreis Oldenburg erlässt ab Sonnabend eine Allgemeinverfügung, die die Teilnehmer von Versammlungen oder Demonstrationen dazu verpflichtet, FFP2/KN 95-Masken oder eines vergleichbaren Schutzniveaus zu tragen.

Anlass für diese Maßnahme ist laut Kreisverwaltung die Zunahme nicht angezeigter Versammlungen, anlässlich derer es in erheblichem Umfang zu einer Missachtung von Hygieneregelungen wie Maskentragepflicht und Abstandgeboten gekommen sei. „Gerade vor dem Hintergrund der weiter steigenden Zahlen von Corona-Infizierten im Landkreis und auch darüber hinaus sowie die ebenfalls weiter ansteigende Verbreitung der Omikron-Variante ist ein solcher Schritt erforderlich, um die Pandemie wirksam und effektiv zu bekämpfen“, heißt es in einer Pressemitteilung. „Im Interesse des allgemeinen Gesundheitsschutzes ist es wichtig, die Verbreitung der Krankheit Covid-19 zu verhindern oder zu verlangsamen und eine Überlastung des Gesundheitssystems sowie der kritischen Infrastrukturen aufgrund eines ungebremsten Anstiegs der Infektionsfälle zu vermeiden.“

Allgemeinverfügung tritt am Samstag in Kraft

Die Allgemeinverfügung wird am Freitag bekannt gemacht und tritt dann Sonnabend in Kraft. Sie gilt auch für nicht angezeigte Versammlungen oder Demonstrationen. Die Verpflichtung dauert bis zum 31. Januar an, kann aber – je nach Lage – unter Umständen auch verlängert werden.

Gegenüber Mittwoch wurden im Landkreis Oldenburg 81 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. 42 positive Tests davon gab es in der Gemeinde Ganderkesee, elf entfielen auf die Stadt Wildeshausen, je sechs auf Hude und Wardenburg, je fünf auf Hatten und Harpstedt, je drei in Dötlingen und Großenkneten. Derzeit sind 568 mit dem Coronavirus infizierte Personen im Landkreis Oldenburg registriert.

In Quarantäne befinden sich 745 Menschen. Bestimmbare Cluster finden sich in Schulen/Kitas (55 Fälle) sowie in Altenheimen/Pflegeeinrichtungen (48 Fälle). Die übrigen Infektionen sind diffus verteilt. In 126 Fällen ist die Virusvariante Omikron nachgewiesen. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen, weil nur fünf bis zehn Prozent der Proben auf Omikron sequenziert werden. Die kumulative Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 217,5 auf 100.000 Einwohner.

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