Kreisrat betont während einer Feierstunde den Wert der Integration

Landkreis bürgert 34 Ausländer ein

Viele der 34 Neubürger hatten zu der Feier Verwandte ins Kreishaus mitgebracht. - Foto: bor

Wildeshausen - Quizfrage: Was machen ein Brite, drei Venezulaner und elf Iraker im Kreishaus? Antwort: Sie lassen sich einbürgern. Gemeinsam mit 19 anderen bisherigen Ausländern haben die anfangs genannten sich am Mittwochabend ihre Einbürgerungsurkunde abgeholt und sich – soweit alt genug – zum Grundgesetz bekannt. „Sie haben einen schwierigen Weg auf sich genommen“, richtete Kreisrat Christian Wolf sich an die Neubürger. Er bezog sich darauf, dass die Anwesenden sich durch die Paragrafen und das Behördendeutsch gekämpft hätten.

Es sei ein aktuelles Gebot der Stunde, „Einbürgerungen nicht nur als reinen Verwaltungsakt in der Amtsstube“ zu vollziehen, sondern zu feiern, meinte Wolf. Integration sei im Hinblick auf die Flüchtlinge, die seit Ende vergangenen Jahres verstärkt in den Landkreis Oldenburg gekommen sind, eine Zukunftsaufgabe.

Die 34 Neubürger kommen aus dem Irak (11), der Türkei (4), Vietnam (4), Russland (3), Polen (3), der Ukraine (3), Venezuela (3), Uganda (1), Dänemark (1) und Großbritannien (1). 15 und damit fast die Hälfte sind Jugendliche zwischen acht und 17 Jahren.

Die Gemeinde Großenkneten ist mit elf Personen am stärksten vertreten. Danach folgen die Stadt Wildeshausen mit acht und Wardenburg mit fünf neuen Bürgern.

Wolf rief die Anwesenden auf, sich in die Gesellschaft einzubringen. „Treten Sie in Sportvereine ein, organisieren Sie eine Kohlfahrt oder boßeln Sie.“ Auch das Gildefest, bei dem Wildeshausen Kopf stehe, erwähnte der Kreisrat. Gleichzeitig betonte er jedoch, die Neubürger sollten ihre Herkunft und Biografie auf keinen Fall vergessen. „Das macht uns als Land lebendiger“, sagte er. Integration bedeute ein „gedeihliches Miteinander“. - bor

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