Landkreis Oldenburg analysiert Situation

Lage im Krippenbereich in Wildeshausen weiter schwierig

Der Landkreis Oldenburg hat die Versorgung mit Krippen- und Kita-Plätzen in Wildeshausen analysiert.
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Der Landkreis Oldenburg hat die Versorgung mit Krippen- und Kita-Plätzen in Wildeshausen analysiert.

Während es in Wildeshausen bei der Versorgung mit Krippenplätzen eng ist, sieht es im Kindergartenbereich besser aus. Langfristig muss die Stadt aber etwas tun, sagt der Landkreis Oldenburg, der die Lage analsysiert hat.

Wie steht es um die Versorgung mit Krippen- und Kindergartenplätzen in Wildeshausen? Der Landkreis Oldenburg hat die Lage in allen Kommunen analysiert. Im Fazit zur Situation in der Kreisstadt heißt es zur Krippe: „Nur durch die Erhaltung und Ausweitung von Kapazitäten kann der Rechtsanspruch junger Kinder und deren Eltern erfüllt werden.“

Dabei ist die neue Kindertagesstätte an der Weizenstraße mit 15 Krippenplätzen, die im Sommer öffnen soll, bereits berücksichtigt. Die Stadt Wildeshausen habe das Angebot bereits erhöht, heißt es aus dem Kreisjugendamt. Es werde empfohlen, die Situation darüber hinaus im Blick zu behalten, die kindlichen und elterlichen Betreuungsbedürfnisse zu ergründen und gegebenenfalls weitere Betreuungsangebote zu schaffen.

„Kein Spielraum für einen weiter steigenden Bedarf durch Zuzug“

„Insgesamt ist kein Spielraum für einen weiter steigenden Bedarf durch Zuzug gegeben“, analysiert der Landkreis kritisch. Die angestrebte Betreuungsquote von 40 Prozent der Unter-Dreijährigen werde unterschritten – und das sogar deutlich, denn die Quote liegt in Wildeshausen nur bei 30,4 Prozent. Es werde weiterhin zu beobachten sein, ob die Anzahl der vorgehaltenen Plätze in Zukunft ausreichend sein wird. „Hintergrund sind der zu erwartende Zuzug junger Familien in die Baugebiete und das veränderte Betreuungsbedürfnis der Eltern. Erschwerend kommt die Inanspruchnahme Wildeshauser Einrichtungen durch auswärtige Kinder hinzu“, heißt es in dem Papier weiter.

Im Kindergartenbereich erscheint die Infrastruktur aktuell grundsätzlich ausreichend, um den Bedarf zu decken, analysiert das Jugendamt. Es sei allerdings auch hier durch Zuzug junger Familien in die ausgewiesenen Baugebiete von steigender Nachfrage auszugehen. Außerdem bestehe vor allem in bestimmten Teilen des Stadtgebietes ein hoher Betreuungsbedarf. Dem trage Wildeshausen durch die Einrichtung zweier zusätzlicher Kindergartenregelgruppen mit je 25 Plätzen am Kita-Neubau an der Weinzenstraße Rechnung.

„Ein Ausbau des Angebotes im Stadtgebiet erscheint erstrebenswert.“

Letztlich werde die angestrebte Betreuungsquote für Kinder im Alter von drei bis unter sechs Jahren von 97 Prozent mit 92,9 Prozent in der Kreisstadt nur leicht unterschritten. „Ein Ausbau des Angebotes im Stadtgebiet erscheint erstrebenswert. Auch hier macht sich der hohe Anteil auswärtiger Kinder bemerkbar“, empfiehlt das Jugendamt.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Integration von Kindern mit Einschränkungen. Aus Sicht des örtlichen Jugendhilfeträgers sollte ausreichend berücksichtigt werden, dass auch der Bedarf an Plätzen für Kinder mit besonderen Bedürfnissen durch Zuzug und Bevölkerungswachstum steigen werde. Es würden also aller Wahrscheinlichkeit nach weitere Plätze für die gemeinsame Erziehung von Kindern mit und ohne Behinderung benötigt. Aktuell sei nur ein Integrationsplatz zum Beginn des Kindergartenjahres frei. „Somit sind kaum Möglichkeiten gegeben, auf einen sich im laufenden Kindergartenjahr abzeichnenden Bedarf zu reagieren. Die Situation muss beobachtet werden, um flexibel und bedarfsangemessen reagieren zu können“, mahnt das Jugendamt.

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