Lachparade des Brummkreiselvereins

Problem mit müssen und nicht können

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Helga Barth präsentierte mit Heinrich Boning und Uwe Gropp (rechts) den Inhalt des Notfallkoffers.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Alle sind Meister und Jungfern – aber es gibt auch fünf Altmeister und -jungfern. Der Brummkreiselverein Wildeshausen ist eben gut aufgestellt. Das wurde auch während der traditionellen Mittwochs-Lachparade im Restaurant Wolters in der Kreisstadt wieder sehr gut deutlich. Dort war es nämlich Altmeister Heinrich Boning, der das Thema „Wasserlassen“ auserkoren hatte, um einen Vortrag zu halten, der trotz aller „Ernsthaftigkeit“ immer wieder für Lachsalven sorgte.

„Wenn uns jemand verlässt, dann rückt von den Meistern oder Jungfern eine Person nach und bekommt das ,Alt‘ vorgesetzt“, erklärte Boning zuvor.

Dann aber galt es, erst einmal die Lachmuskeln „gangbar“ zu machen. Und so erklang das Lied „Wir kreiseln durch bis morgen Früh und singen bumsfallera“. „Es ist doch toll, dass wieder so viele Gäste hier sind, das macht die Luft im Saal wenigstens etwas dicker“, erklärte der Altmeister, der auch die Meinung vertrat, dass immer der Dümmste der Vorsitzende der Brummkreisler sein müsste.

Auch wenn es kaum jemand zugeben mochte, so sprach Boning wohl vielen Besuchern aus der Seele, als er das Problem mit dem Urinieren ansprach, wenn gerade keine Möglichkeit bestehe: „Nehmen wir doch die Hauptstadt Berlin, dort musste die Gedächtniskirche saniert werden, weil an der Außenmauer ein Harnsäure-Problem bestand. Und das ist jetzt kein Witz.“ So appellierte er an alle, auf keinen Fall während des Gildefestes gegen die Mauern der Alexanderkirche zu pinkeln: „Wenn das die fast 3000 Ausmarschierer immer wieder machen, dann bricht die Kirche bald zusammen. Wir haben dann zwar mehr Parkplätze in der Stadt, aber eben kein Gotteshaus mehr.“

Der Altmeister machte auch keinen Hehl daraus, die anzuprangern, die die Urinale immer wieder viel zu hoch aufhängen: „Da habe ich aufgrund meiner Körpergröße ein echtes Problem und muss zu einer kleinen Fußbank greifen.“ Ganz schlimm seien die Spanier: „Diese kleinen Wurzelzwerge, was sind das für Angeber. Die hängen die Becken immer ganz besonders hoch auf.“

Helga Barth erinnerte an Adam und Eva. So habe sich Adam von Gott gewünscht, dass er sich nicht immer setzen müsse: „Also bekam er das, was er wollte, und konnte sich freudig überall hinstellen und sein Geschäft verrichten.“ Dann habe er Gott gefragt, was denn Eva bekommen hätte: „Die hat ein Gehirn bekommen.“

Barth war es auch, die den „Notfallkoffer“ zu verwalten hatte. „Darin befinden sich alle Dinge, die heute benötigt werden könnten: Ohropax, Salzheringe, Flachmänner mit Schaffertrunk und vieles mehr.“ Boning erklärte den Sinn dieses Koffers: „Ja darin befinden sich auch Tampons.“ „Quatsch, das sind Bonbons“, verbessert ihn Otto Böttcher. „Leider hat uns unsere Aesculap-Jungfer Hildegard Bohnes ja im vergangenen Jahr verlassen. Von ihr haben wir diesen Koffer, der an einem solchen Tag von sehr großer Wichtigkeit sein kann, Helga verwaltet ihn“, so Boning.

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