Neues Programm der Volkshochschule / 750-Jahr-Feier und Klimaschutz Schwerpunkte

537 Kurse und 180 Dozenten auf 126 Seiten

Stellten das Programm fürs erste Halbjahr 2020 vor: Maren Benning, Manfred Huisinga, Hinrich Ricklefs, Karen Köpke, Antina Peters und Torsten Timm (von links). Foto: Bor

Wildeshausen - Von Ove Bornholt. Die Volkshochschule (VHS) Wildeshausen beteiligt sich im kommenden Jahr mit drei historischen Vorträgen und einer besonders für Kinder geeigneten Detektivtour an den Feierlichkeiten anlässlich der Verleihung der Bremer Stadtrechte vor 750 Jahren an Wildeshausen. „Die Volkshochschule blickt zurück nach vorne“, fasste Manfred Huisinga, bei der VHS unter anderem für Geschichte zuständig, die Aktionen bei einem Pressegespräch am Donnerstag zusammen. In diesem Rahmen wurde auch das neue Programm für das erste Halbjahr 2020 vorgestellt. Es liegt auch öffentlich aus.

Erster Referent im neuen Jahr ist Peter Hahn, der am Dienstag, 14. Januar, ab 18.30 Uhr auf die Alexanderkirche eingeht. Der Heimatforscher befasst sich unter anderem mit der Baugeschichte der einzigen Basilika im Oldenburger Land.

Am Mittwoch, 11. März, ab 18.30 Uhr geht es um Ida Nieberding. Referent Alfred Panschar beantwortet die Frage: „Wer war die so bekannte und vermögende Tochter des Arztes Nieberding?“ Dazu greift der Heimatforscher unter anderem auf das Gästebuch aus dem Haus „Föhrenholm“ zurück, der späteren Jugendherberge am Fillerberg.

Panschar setzt am Mittwoch, 29. April, ab 18.30 Uhr den Schlusspunkt unter die Vorträge. Er nimmt die Zuhörer mit in die Mitte des 18. Jahrhunderts. Der Wildeshauser zitiert aus einer Bremer Chronik. „Das sind denkwürdige Einträge“, sagte Huisinga. Außerdem seien die Unterlagen der Öffentlichkeit noch unbekannt. Der Eintritt kostet je Vortrag 7,80 Euro. Veranstaltungsort ist jeweils die VHS an der Wittekindstraße.

Fortbildung von Zuhause aus

Das Angebot „Stadtdetektive auf Tour“ am Freitag, 26. Juni, ab 14.30 Uhr rundet die Veranstaltungen zum Jubiläum ab. Kinder ab sieben Jahren und Eltern oder Großeltern gehen verschiedenen versteckten Hinweisen in Wildeshausen nach, um ein Rätsel zu lösen. Karola Müller, als Gästeführerin und in der Rolle von Margarethe Lickenberg bekannt, leitet die Detektivtour. Die Teilnahme kostet sechs Euro.

Dem Thema Klimaschutz widmet die VHS ebenfalls einige Kurse. Unter anderem geht es um Wasserstoff als Antrieb (20. Februar, 19.30 Uhr, VHS am Bahnhof, 7,80 Euro), den Umgang mit Wespen (21. April, 19 Uhr, VHS am Bahnhof, 7,80 Euro) und die bedrohte Welt der Bienen (28. April, 18.30 Uhr, Klattenhof, 7,80 Euro). Außerdem erfahren Bürger, wie sie selbst etwas zum Klimaschutz beitragen können (ab 26. Februar, 18 Uhr, VHS am Bahnhof, 20 Euro).

Die VHS beschäftigt sich außer der Geschichte auch mit der Zukunft. Schon seit Längerem will die Einrichtung digitaler werden und geht nun einen weiteren Schritt in diese Richtung. So wird der Kurs „Fachkraft Lohn- und Gehaltsabrechnung“ erstmals im Internet, in der „VHS Cloud“, angeboten. Die Teilnehmer lernen zu Hause und können ein Video schauen, in dem der Referent auf verschiedene Themen geht. „Die junge Generation liebt Präsenzangebote nicht mehr unbedingt“, sagte Huisinga.

Bereits jetzt gibt es eine Kooperation mit der Wildeshauser Firma Nordmann, deren Mitarbeiter am Arbeitsplatz an einem Kurs für das Computerprogramm „Excel“ teilnehmen können. Über einen Chat können die Kollegen Fragen an den Referenten stellen.

Zuständig für die Angebote ist Referent Torsten Timm, der auch eine Veranstaltung zum Thema „Fake News“ anbietet. Dieses schließt einen Besuch der alten und der modernen Druckerei sowie der Online-Redaktion unserer Zeitung ein (2. Mai, 10 bis 16 Uhr, 29 Euro). Dabei setzt Timm auch auf sogenannte Virtual-Reality-Brillen.

Zu wenig Förderung für Flüchtlinge

Ein Thema lag und liegt VHS-Leiter Hinrich Ricklefs am Herzen: die Qualifizierung von Flüchtlingen. Diese müssten unbedingt einen Hauptschulabschluss erwerben, um nicht später in der Ausbildung an den Aufgaben in der Berufsschule zu scheitern, ist er überzeugt. Allerdings reichen die vom Land geförderten 20 Plätze in seinen Augen nicht aus. Zuletzt gab es beispielsweise 60 Interessenten. Ricklefs hofft, dass es aus Hannover in Zukunft mehr Geld für Angebote wie dieses gibt.

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