Welche Parteien und Fraktionen befürworten eine erneute Kandidatur des Bürgermeisters?

Kuraschinski kann sich auf UWG verlassen

So lange ist es nicht mehr hin: Kommendes Jahr um diese Zeit ist die Bürgermeisterwahl schon vorbei.
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So lange ist es nicht mehr hin: Kommendes Jahr um diese Zeit ist die Bürgermeisterwahl schon vorbei.

Wildeshausen – Wer sitzt ab Herbst 2021 im Bürgermeisterbüro im Stadthaus hinterm Schreibtisch? Bisher hat sich Amtsinhaber Jens Kuraschinski (parteilos) noch nicht endgültig dahingehend geäußert, ob er wieder kandidieren möchte. Er sagte lediglich, er könne sich eine Bewerbung um eine zweite Amtszeit vorstellen. Unsere Zeitung hat die im Rat vertretenen Fraktionen gefragt, ob sie ihn dabei unterstützen würden.

UWG

Die UWG hatte Kuraschinski 2014 als Kandidaten nominiert. Eine gute Entscheidung, findet der Fraktionsvorsitzende Rainer Kolloge im Rückblick. „Wir sind mit seiner Arbeit sehr zufrieden.“ Der Bürgermeister erledige seine Aufgaben sehr gewissenhaft und nehme alle Beteiligten mit. „Natürlich geht auch immer mal etwas schief, aber das ist nicht immer ihm anzulasten“, sagt Kolloge, der auf die „Institution Verwaltung“ verweist. Eben für diese sei Kuraschinski ein Fachmann. „Ich fände es gut, wenn er weitermacht.“

SPD

„Wir haben uns noch nicht entschieden“, sagt der SPD-Vorsitzende Thomas Harms. Eigentlich hätte das Thema bei der für den 13. November geplanten Mitgliederversammlung besprochen werden sollen. „Wir haben 120 Leute. Da muss ich erst einmal in die Gruppe reinhören“, erklärt Harms, warum sich die Sozialdemokraten notgedrungen mit einer Positionierung Zeit lassen.

CDU

„Als Vorsitzender sehe ich zurzeit keinen Grund, einen neuen Kandidaten zu suchen. Ich gehe davon aus, das Jens Kuraschinski sich für eine weitere Periode zur Verfügung stellen wird“, teilte Wolfgang Sasse von der CDU mit. Gleichwohl hätten die Christdemokraten das Thema zwar „nach verschiedenen schwierigen Entscheidungen hier und da bewertet, aber bisher nicht auf die Tagesordnung gesetzt“.

Aktuell stehe das Tagesgeschäft mit dem Haushalt, der Situation an den Schulen, der behutsamen Nachverdichtung und den Corona-Einschränkungen im Vordergrund. Grundsätzlich bereiten Sasse auch die „Kostenexplosionen bei diversen Projekten“ Sorgen und würden sehr kritisch gesehen.

Der Bürgermeister habe im Rat und im Verwaltungsausschuss aber auch nur eine Stimme. Als Chef des Stadthauses seien er und die Verwaltungsspitze gefordert, eine bürgerfreundliche und effektive Verwaltung sicherzustellen.

CDW

„Die Bürgermeisterwahl ist noch kein Thema für uns“, sagt der Fraktionsvorsitzende der CDW, Stephan Rollié. Man werde jetzt aber anfangen, über das Thema zu sprechen. Es stehe auf der Tagesordnung. Bei der Kommunalwahl im kommenden Herbst befindet sich die CDW in einer Sondersituation, denn die Mitglieder der Fraktion hatten sich mit dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Sasse überworfen und der Partei deswegen den Rücken gekehrt. „Wir beobachten die CDU und wollen eigentlich zurück“, sagt Rollié. „Allerdings nur, wenn Sasse nicht wieder antritt.“ Sollte dieser im Herbst erneut für die Christdemokraten kandidieren, „würden wir wohl mit einer eigenen Liste antreten“, sagt Rollié.

FDP

Für den FDP-Ortsverband teilt Horst Dietz mit, dass die Mitgliederversammlung noch keine Entscheidung hinsichtlich der Bürgermeisterwahl getroffen hat. „Daher kann auch keine Aussage hinsichtlich einer Unterstützung eines Kandidaten getroffen werden.“ Es sei zurzeit nicht absehbar, wann angesichts der Pandemie-Entwicklung eine notwendige Mitgliederversammlung anberaumt werden kann.

Grüne

„Wir haben diese Frage noch nicht abschließend besprochen und werden uns auch erst im nächsten Jahr öffentlich dazu äußern“, so der Fraktionsvorsitzende Manfred Rebensburg.

Von Ove Bornholt

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