Mobile Wand für Konzertmuschel

Kunst soll Schmierereien verdecken

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Silvia Bettin vor der verunstalteten Wand der Konzertmuschel.

Wildeshausen - Von Ove Bornholt. Egal wie oft die Konzertmuschel auf der Wildeshauser Burgwiese gestrichen wird, über kurz oder lang finden sich an den Wänden diverse Schriftzüge und Schmierereien, deren ästhetischer Wert zweifelhaft ist. Die unbefleckten Wände sind offenbar eine zu große Versuchung.

Jetzt hat sich die Wildeshauser Malerin Silvia Bettin eine Lösung für das Problem überlegt: Eine siebenteilige, mobile Wand mit einem Motiv aus einem ihrer Werke soll die Schmierereien verdecken. Damit die Kunst nicht ebenfalls verunstaltet wird, kann die Wand vor Veranstaltungen auf- und danach abgebaut werden. Sie könnte unter anderem bei den Sommerkonzerten zum Einsatz kommen.

So könnte die mobile Wand aussehen: Die Wildeshauser Künstlerin Silvia Bettin will damit zeitweise die Konzertmuschel verschönern.

Bettin stellt das Bild und die Rechte daran kostenlos zur Verfügung. Um ihre Ausgaben zu decken, ist die Künstlerin allerdings auf der Suche nach fünf Sponsoren. Diese können sich für je 200 Euro einen der 80 mal 30 Zentimeter großen Werbeplätze auf der rechten Seite der Wand sichern. Wenn das geschafft ist, will sie das gesamte Werk an die Stadt übergeben, als Spende.

Die sieben Elemente sollen jeweils einen Meter breit und 2,40 Meter hoch sein. Damit die Musiker, die in der Konzertmuschel spielen, noch die Tür im rechten Bereich nutzen können, soll das äußerste Element etwas vorgerückt werden. Was das Motiv angeht, war es Bettin wichtig, etwas Abstraktes zu wählen und nichts Konkretes, damit das Bild zu möglichst vielen Bands und Musikgruppen passt. Wobei das Grün auf dem Bild und die Sonnenstrahlen durchaus zur Atmosphäre auf der Burgwiese passten, wie sie mit einem Lächeln meint.

„Ich hörte mir tolle Konzerte an und musste dabei auf die schittige Wand schauen“, erzählt Bettin, wie sie auf die Idee kam. Sie wandte sich an das Stadtmarketing, das „begeistert“ war, wie die Malerin schildert. Birte Hogeback von der Verwaltung bestätigt diesen Eindruck. „Es ist eine total tolle Idee“, freut sie sich. Die Konzertmuschel werde zwar jedes Jahr neu gestrichen, aber „es finden sich häufig Schmierereien“, bedauert sie. Diese werden zwar in Zukunft immer noch da sein, aber eben verborgen. Bettin will bis zum Start der Sommerkonzerte im Juni alle Sponsoren an Bord haben.

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