Verein hofft auf mehr Zuschüsse von der Stadt / Förderung seit Jahren auf 15 000 Euro gedeckelt

Kulturkreis spart und reduziert Termine

Bleiben im Amt: erster Vorsitzender Werner Stommel, zweiter Vorsitzender Horst Strömer, Schriftführer Gerhard Lange und Kassenwartin Gudrun Michler (von links). Auf dem Bild fehlt Elisabeth Brons, die sich um die Kinderkultur kümmert. - Foto: Hansemann

Wildeshausen - Der Kulturkreis Wildeshausen muss sein Angebot reduzieren, um weiterhin einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen zu können. Waren es in den Vorjahren immer zwölf, auch mal 13 Veranstaltungen, werden es in der Spielzeit 2018/2019 nur zehn sein.

Der erste Vorsitzende Werner Stommel stellte während der Jahreshauptversammlung am Mittwochabend im „Alten Amtshaus“ zwar einen leichten Anstieg der Zuschauer- und Mitgliederzahlen fest, kam aber nicht umhin, die finanziellen Schwierigkeiten anzusprechen. Angesichts ständig steigender Ausgaben – vor allem der Künstlerhonorare – sei eine Erhöhung der städtischen Zuschüsse, die vor langer Zeit bei 15 000 Euro eingefroren worden seien, unumgänglich – zumal das Stadtbudget in den vergangenen zehn Jahren von 26,7 auf 45 Millionen Euro angewachsen sei, so Stommel. In einem konstruktiven Gespräch mit Bürgermeister Jens Kuraschinski habe der Kulturkreis vor einigen Monaten erneut eindringlich auf seine schwierige finanzielle Situation verwiesen. Aus Sicht des Vereins bleibt zu hoffen, dass seine Nöte in den Haushaltsberatungen für 2019 berücksichtigt werden.

Der Haushalt umfasst derzeit rund 40 000 Euro und ist ausgeglichen. „Das gelingt nur mit großer Anstrengung und Selbstbeherrschung, hat aber in den vergangenen Jahren halbwegs geklappt. Verzicht und harte Verhandlungen mit den Künstlern, denen wir höhere Honorare im Grunde von Herzen gönnen würden, sind da leider nicht zu vermeiden“, lässt Horst Strömer, zweiter Vorsitzender des Kulturkreises, wissen.

Ein kurzer Ausblick auf das Programm der Spielzeit 2018/2019: Unter anderem sind Auftritte der Bremer Shakespeare Company („Ein Sommernachtstraum“), des Pianisten Alexandre Tharaud sowie des Mandelring-Quartetts, aber auch wieder fünf Veranstaltungen der Kinderkultur, darunter „Das Dschungelbuch“ als Weihnachtsstück, vorgesehen. „Insgesamt wird das Publikum in der kommenden Spielzeit aus finanziellen Gründen eine spürbare Reduzierung des Angebots, nicht aber der Qualität hinnehmen müssen“, heißt es im Bericht Strömers.

Während der Versammlung wurde der Vorstand einstimmig entlastet und wiedergewählt. Er amtiert die kommenden zwei Jahre.

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