Neue Corona-Allgemeinverfügung:

Kultur im Freien kein Problem

Derzeit nicht gefährdet: Veranstaltungen wie das „GartenKultur“-Konzert in Holzhausen am vergangenen Wochenende.
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Derzeit nicht gefährdet: Veranstaltungen wie das „GartenKultur“-Konzert in Holzhausen am vergangenen Wochenende.

Wildeshausen – Die Nachricht, dass die Sieben-Tages-Inzidenz im Landkreis Oldenburg dauerhaft über den Grenzwert von zehn gestiegen ist, hat einige Bürger überrascht und dazu geführt, dass manch einer genau wissen wollte, was möglicherweise plötzlich nicht mehr erlaubt ist. Für die meisten Aktivitäten kann der Landkreis Oldenburg jedoch Entwarnung geben.

„Die Veränderungen von der Stufe null zur Stufe eins sind nicht so dramatisch“, teilt Kreispressesprecher Oliver Galeotti mit. Wer allerdings eine Riesen-Hochzeit feiern möchte, sollte noch einmal genau schauen, wer denn nun genau kommen darf. In einem Restaurant oder Saal dürfen Feiern mit bis zu 100 Personen ausgerichtet werden. Im Außenbereich sind sogar 500 Teilnehmer möglich.

Das ist auch die Richtschnur für die Stadt Wildeshausen bei Veranstaltungen und Konzerten. „Wir waren ja schon in der Vergangenheit sehr vorsichtig“, sagt die Kulturbeauftragte Birte Hogeback. Auch bei den Veranstaltungen unter freiem Himmel mussten die Besucher, sobald sie nicht am Sitzplatz waren, einen Mund-Nasen-Schutz tragen. „Bei der Zahl der Gäste sind wir nie an die Grenze gegangen“, betont Hogeback. Recht voll könnte es beim Abschlusskonzert des Blasorchesters und des Musikkorps Wittekind am 4. September ab 20 Uhr auf der Burgwiese werden. Dort waren im vergangenen Jahr 500 Besucher – und die wären auch jetzt ohne Sondergenehmigung erlaubt. „Problematisch wird es nach den derzeitigen Richtlinien, wenn der Inzidenzwert über 35 steigt“, meint Hogeback.

Gastronomie ist noch entspannt

Das dürfte auch die Gastronomie einschränken. Derzeit, so Frank Stauga als Sprecher der Wildeshauser Wirte, seien aber keine Coronatests erforderlich und im Außenbereich müsse kein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. „Ich hoffe, dass es bald für die Zukunft eine verlässliche Entscheidung gibt, mit der jeder Gastronom arbeiten kann“, sagt Stauga. Derzeit komme er gut klar. Auch die Kontaktdatenerfassung mit der Luca-App laufe problemlos. Rund ein Fünftel seiner Gäste muss allerdings noch einen Zettel ausfüllen, was gerade bei größeren Veranstaltungen etwas Arbeit macht.

Auch an anderer Stelle reagieren die Veranstalter noch relativ entspannt. Lars Ossenbeck, Inhaber der Diskothek „5Elements“ in Wildeshausen, teilt mit: „Wir planen für die Neueröffnung am 3. September. Alles Weitere muss man abwarten.“

Helmut Urban, Geschäftsführer der Landtage Nord in Hude-Wüsting, erklärt: „Die neuen Regelungen betreffen uns nicht. Die Messe geht über die Bühne. Wir sind voll im Aufbau und hoch motiviert.“ Die Landtage, zu denen ab dem 20. August mehr als 600 Aussteller und 70 000 Besucher erwartet werden, wurde mit ihrem Hygienekonzept vom Landkreis genehmigt. Daran ändert sich auch nichts durch steigende Infektionszahlen.

Im Landkreis Oldenburg wurden zu Dienstag zwei Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Somit gibt es nach Angaben der Kreisverwaltung 32 registrierte, mit dem Coronavirus infizierte Bürger. In Quarantäne befinden sich derzeit im Kreisgebiet 76 Personen. Die kumulative Sieben-Tage-Inzidenz stieg laut Robert-Koch-Institut von 13,8 auf 19,9 auf 100 000 Einwohner.

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