Erste Bewohner in neuem Diakonie-Haus

In der Küche wird bereits gekocht

Zusammen mit Bürgermeister Kian Shahidi (3.v.r.) wurde gestern das neue Wohnprojekt der Himmelsthür besichtigt.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Zwar sind im ehemaligen „Hotel zum Rathaus“ an der Kleinen Straße auf jeder Etage noch Handwerker aktiv, doch neun neue Bewohner der Diakonie Himmelsthür sind bereits eingezogen. In manchen Küchen wurde schon gekocht, überall wird eingeräumt.

Bis Weihnachten werden in dem Wohnprojekt, das erstes sichtbares Zeichen des Konversionsprozesses ist, 15 Personen eingezogen sein. Dann stehen nur noch ein Einzelappartement und eine Paarwohnung leer. „Kein Problem“, sagt Geschäftsführer Jörg Arendt-Uhde. „Wir wollen eben passgenaue Angebote unterbreiten. Diese Wohnungen sind auch bald vermietet.“ Vielleicht sogar an Personen, die noch gar nicht von der Diakonie betreut werden. Denn der evangelische Träger öffnet sich auch für neue Kundenkreise, die bislang kein Interesse gezeigt hatten, weil sie nicht auf das Zentralgelände an der Dr.-Klingenberg-Straße ziehen wollten.

Gestern führte die neue Hausleiterin Merle Conrads Bürgermeister Kian Shahidi und den Besitzer der Immobilie, Otto Sandkuhl, durch die neugestalteten Räume. Die Himmelsthür hat den Hotelkomplex für 20 Jahre angemietet und mit Mitteln von „Aktion Mensch“ umgebaut. „Wir haben hier Wohngemeinschaften für drei oder vier Personen“, erklärte Conrads. Jede WG habe eine eigene Küche, jeder Bewohner habe sein eigenes Badezimmer. Insgesamt acht Betreuer arbeiten in verschiedenen Schichten von 6 Uhr bis 22 Uhr. „Es sind immer Betreuer im Haus, wenn Bewohner da sind“, so Arendt-Uhde. Da die Bewohner berufstätig seien, müsse man in dieser Zeit kein Personal vorhalten. In der Nacht gibt es eine Rufbereitschaft, doch die Bewohner helfen sich gegenseitig. „Das hatten wir schon in der ersten Nacht. Da hat eine Bewohnerin bei der anderen auf dem Sofa geschlafen“, erzählt Merle Conrads. In dringenden Fällen sei schnell eine Kraft vor Ort.

Thomas Gebhard (36) wartet noch darauf, dass er sein Zimmer beziehen kann. Er freut sich darauf, dass es viel ruhiger wird. „Kochen und waschen, das kann ich schon“, erklärt er. Und gut sei es, dass er sein Aquarium mit ins Haus bringen könne. Ein großer Vorteil für Thomas Gebhard ist, dass er nun nahe am Bahnhof wohnt. „Ich fahre mit dem Zug nach Bremen und besuche meine Schwester.“

Nach und nach werden sich die Zimmer füllen. Bürgermeister Kian Shahidi zeigt sich „begeistert“ von dem Projekt. „Der Umbau ist gut gelungen. Ich freue mich über die verstärkte Integration der behinderten Menschen.“

Wenn alles eingeräumt ist und alle sich ein wenig eingelebt haben, dann wird auch eine Einweihungsparty gefeiert, zu der die Nachbarn eingeladen werden.

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