Landesjugendfeuerwehrtag am Wochenende im Krandel / Wettbewerb um Niedersachsentitel

Küche muss 900 Teilnehmer verpflegen

In der mobilen Großküche wird drei Tage lang Essen für rund 900 Personen zubereitet. Da sind schnell ein paar Hundert Eier verarbeitet. Foto: Rastedt/Feuerwehrküche Apen

Wildeshausen - Von Ove Bornholt. Der Krandel verwandelt sich am kommenden Wochenende in eine kleine Zeltstadt: 900 Personen, davon rund 750 Jugendliche, werden zum Landesjugendfeuerwehrtag in Wildeshausen erwartet, der vom 28. bis 30. Juni über die Bühne geht. Beim Wettbewerb geht es darum, den Landesmeister zu küren. Die erst- und zweitplatzierte Gruppe sichern sich Tickets für den Bundeswettbewerb im August in Nordrhein-Westfalen. 52 Gruppen haben sich bei den Bezirksentscheiden für den Landesentscheid qualifiziert. Die ersten werden am Freitag ab 12 Uhr anreisen. Die Jugendlichen bringen eigene Zelte mit, die am Rand der Nebenplätze aufgeschlagen werden. Sanitäranlagen stehen ebenfalls zur Verfügung. Und die Teilnehmer haben Zugang zu den Räumen des VfL Wittekind. Außerdem soll ein großes Verpflegungszelt errichtet werden, in dem die Feuerwehrküche aus Apen im Ammerland Mahlzeiten zubereiten wird.

Björn Rastedt, Leiter Küchengruppe, zählt auf, was alles benötigt wird: 3 500 Brötchen, 50 Kilo Käse, 600 Kilo Wurst, 400 Liter Kakao, 300 Kilo Gyros, 250 Kilo Hackfleisch und 100 Kilo Nudeln. „Alles wird geliefert“, informiert er, teilweise von lokalen Geschäften wie den Bäckern der Kreisstadt. Auf dem Speiseplan stehen Gyros mit Tomaten, Reis und Tzatziki sowie Spaghetti Bolognese. „Was die Jugendlichen eben gerne essen“, sagt Rastedt, der Erfahrung mit Großaufträgen wie diesem hat. Eine Woche nach der Veranstaltung in Wildeshausen steht das nächste Ereignis an: Das Jugendzeltlager des Oldenburgischen Feuerwehrverbandes in Hooksiel mit rund 1 500 Teilnehmern. „Wir haben 40 bis 45 Einsätze pro Jahr“, schätzt Rastedt, der von einem eingespielten Team spricht. 26 Leute arbeiten in der Küche. Die Hälfte kommt mit Gulaschkanone und Co. nach Wildeshausen, weil der normale Betrieb in der Feuerwehrtechnischen Zentrale im Ammerland mit Lehrgängen weiter läuft.

3 500 Brötchen und 600 Kilogramm Wurst

Nach der offiziellen Lagereröffnung am Freitagabend wird für die Teilnehmer eine Zeltdisco veranstaltet. Am Samstagmorgen haben die Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit, sich das Feuerwehrhaus in der Pagenmarsch oder den Showtruck der Brandschutzfirma Domeyer aus Bremen anzuschauen. Um 16 Uhr startet das letzte Training, bevor es am Sonntag ab 8.30 Uhr ernst wird und der offizielle Wettbewerb beginnt.

Die Teilnehmer müssen Knoten binden – und zwar auf Zeit. Foto: Landesjugendfeuerwehrverband

Die Gruppen müssen einen Löschangriff mit drei C-Rohren aufbauen. Eine Aufgabe, die die meisten drauf haben, weil sie schon bei der Qualifikation bewältigt werden musste und bei der es vor allem um die akkurate Ausführung geht. „Das Teilnehmerfeld ist zu diesem Zeitpunkt noch eng beieinander“, weiß Wettbewerbsleiter Andreas Schlicht aus Erfahrung. Aber dann wird es schwierig: Die Jugendlichen müssen auf Zeit verschiedene Knoten binden. Dann steht der 400-Meter-Staffellauf im Krandelstadion an, bei dem die Teilnehmer ebenfalls Aufgaben wie Schlauch aufrollen oder Schutzkleidung anlegen absolvieren müssen.

Eintritt für Zuschauer kostenlos

Interessierte können sich das Training anschauen, aber auch am Sonntag werden zahlreiche Unterstützer erwartet, die aus den verschiedenen Jugendfeuerwehren im Bus anreisen. Deswegen ist die Glaner Straße in Richtung Nordring/Westring als Einbahnstraße ausgeschildert. Der Eintritt ist kostenlos. Die Jugendfeuerwehr hofft auf viele Besucher, die sich einfach mal die Wettkämpfe anschauen wollen. Die Abschlussveranstaltung mit Siegerehrung ist für 14 Uhr angesetzt. Und dann leert sich der Krandel wieder.

Krandelverwalter Wolfgang Sasse erwartet einen reibungslosen Ablauf der Großveranstaltung, obwohl „bestimmt die Hölle los ist“. Aber genau das sei ja auch gewollt. Er wird selbst vor Ort sein und hat schon im Vorfeld Gespräche mit der Feuerwehr geführt. „Ich hoffe auf möglichst wenig Schäden“, sagt er optimistisch. Es ist ja auch nicht die erste Großveranstaltung im Krandel, die viel Aufsehen erregt.

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