UWG kritisiert fehlende Konzepte

Geschäftshaus am Markt nicht beratungsreif?

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Was wird aus diesen Häusern? Bislang liegen keine genauen Pläne vor, wie der Investor die Fassaden gestalten will.

Wildeshausen - Die UWG beantragt, den Tagesordnungspunkt „Vorstellung eines Einzelhandelsprojektes am Markt“ von der Tagesordnung des Ausschusses für Stadtplanung, Bau und Umwelt am Donnerstag, 3. Dezember, zu nehmen.

Ratsherr Rainer Kolloge moniert, dass die Architekten bislang keine detaillierten Ansichtszeichnungen der Fassaden vorgelegt haben. „So kann aber keine Entscheidung über das Projekt getroffen werden“, meint Kolloge in seinem Antrag an Bürgermeister Jens Kuraschinski.

„In der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Fremdenverkehr, Sport und Kultur hat das Planungsbüro ‚9°‘ eine sogenannte ‚Bebauungsstudie‘ für das Projekt sowie eine simple, nichtssagende Strichzeichnung der Fassade am Marktplatz vorgelegt“, so Kolloge. „Die Strichzeichnung blieb dabei qualitativ noch hinter der in einer vorherigen Ausschusssitzung vorgelegten Zeichnung zurück und ermöglicht nicht einmal ansatzweise eine Beurteilung der optischen Gestaltung des geplanten Baukörpers und der Auswirkungen, die das Gebäude auf die Ansicht des Marktplatzes hat.“

Wegen des herausgehobenen Standortes bedürfe es einer eingehenden Diskussion in der breiten Öffentlichkeit sowohl über die Sinnhaftigkeit des Projekts im Allgemeinen als auch über die äußerliche Gestaltung etwaiger neu zu errichtender Baukörper, betont Kolloge.

Dass in der Bevölkerung großes Interesse an einer solchen Diskussion bestehe, zeige bereits die von Kritikern des Projekts mit großem Erfolg durchgeführte Unterschriftensammlung, bei der sich mehr als 700 Bürger gegen das Vorhaben ausgesprochen hätten.

Nach Ansicht der UWG sind neben der äußerlichen Gestaltung der Gebäude auch die Auswirkungen des Vorhabens auf die Geschäfte in der Wildeshauser Innenstadt und auf das Gildefest zu prüfen.

„Die Bürger sollten vor einer Entscheidung der städtischen Gremien umfassend über die Situation informiert und in die Entscheidungsfindung eingebunden werden“, sagt Kolloge. „Es ist zu berücksichtigen, dass in der Innenstadt neben den zahlreichen sichtbaren Leerständen weitere, für größere Einzelhandelsunternehmen geeignete Gewerbeflächen ungenutzt sind. So stehen weniger als 100 Meter vom Projektstandort am Marktplatz sowohl im alten Leffers-Kaufhaus (jetzt Dieler) und im alten Selve-Kaufhaus (jetzt KiK) ganze Etagen mit großen Verkaufsflächen leer.“

Ein „Magnet“ könnte also grundsätzlich auch ohne den Abriss alter Bausubstanz in Wildeshausen angesiedelt werden. Zudem, so der UWG-Ratsherr, könne nicht davon ausgegangen werden, dass mögliche Mieter/Bewohner einer am Marktplatz neu errichteten Immobilie klaglos das mehr als einwöchige und lärmintensive Gildefest unmittelbar vor ihrer Haustür akzeptieren.

dr

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