Entscheidung in nicht öffentlicher Sitzung

UWG kritisiert Beschluss für Schulneubau in der StEM

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Die Mobilbauklassen gehören nun schon seit Jahren zum gewohnten Bild vor der Wallschule in Wildeshausen.

Wildeshausen - Gegen die Stimmen der UWG wurde im Verwaltungsausschuss der Stadt Wildeshausen der bereits im Schulausschuss empfohlene Anbau der Wallschule gestoppt. CDU und SPD planen stattdessen einen Schulneubau in der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme (StEM) „Vor Barg-loy“. Nach den Vorstellungen der CDU soll dort eine zweizügige Grundschule entstehen.

„Das ist jedoch gegenwärtig ein Traumschloss. Für die Stadt Wildeshausen gibt es keine Möglichkeit, die dafür erforderlichen zehn Millionen Euro in den nächsten Jahren bereitzustellen“, kritisiert der UWG-Schulausschussvorsitzende Hermann Hitz. „Dafür wird nun ein Grundschulschlichtbau nach traditionellen Vorstellungen für vier Millionen Euro geplant. Für die erforderliche Turnhalle und einen Ganztagsbetrieb sind aber weitere Gruppenräume und eine Mensa nötig.“ Das erfordere zusätzliche sechs Millionen Euro.

Die UWG hätte es lieber gesehen, wenn der Anbau an die Wallschule realisiert worden wäre. „Die Abkehr von diesen Plänen bedeutet für die Schüler nun, dass sie auch in den nächsten Jahren in Containern unterrichtet werden müssen“, kritisiert Corinna Riedel-Seebacher, die für die UWG kandidiert und einige Jahre Vorsitzende des Fördervereins der Schule war. „Das bedeutet für die Stadt Mietkosten von mehr als 26.000 Euro pro Jahr. Die Schüler der Wallschule werden zudem beispielsweise den Musikraum und die Küche statt für Fachunterricht weiterhin als Klassenräume nutzen und zusätzliche Notbehelfe in Kauf nehmen müssen.“

UWG sieht akuten Handlungsbedarf

Nach Einschätzung der UWG verschärft sich die Situation bereits zum neuen Schuljahr. Alle Klassen werden ab August fünfzügig, wenn die Schüler der beiden Sprachlernklassen regulär in die normalen Klassen integriert werden müssen. Hinzu kämen dann noch die Inklusionskinder aus vier unterschiedlichen Förderbereichen. „Hier ist bei 23 Schülern bereits sonderpädagogischer Förderbedarf festgestellt worden, bei weiteren 14 Kindern läuft zurzeit noch das Anerkennungsverfahren bei der Landesschulbehörde“, so Hitz. „Alle Schüler mit anerkanntem Förderbedarf zählen in den normalen Klassen doppelt. Das bedeutet: Aus 37 Kindern mit anerkanntem Förderbedarf werden rechnerisch 74 Kinder.“

Hätte der Verwaltungsausschuss den Anbau an die Wallschule beschlossen, hätte er nach Ansicht des Planers zum Schuljahresbeginn 2017/18, also in einem Jahr, von den Schülern bezogen werden können. Für diesen Anbau stehen die erforderlichen Mittel in Höhe von einer Million Euro im Haushalt bereit – beschlossen mit den Stimmen von CDU und SPD. Dieses Geld wird aber nun nicht abgerufen.

Für die Haushalte der kommenden Jahre sieht die UWG mit Blick auf die erforderlichen zehn Millionen Euro für einen Schulneubau ohnehin große Schwierigkeiten. „Bei einer derartigen Schuldenpolitik der CDU wundert es nicht, dass die Stadt immer noch mit rund 15 Millionen Euro belastet ist. Und der Schuldenberg wird weiter wachsen, wenn es nach dem Willen der CDU geht: Der Neubau der Feuerwehr in der Pagenmarsch wird mindestens noch weitere vier Millionen Euro erfordern“, sagt Hitz. „Zudem ist für das von CDU und SPD geplante Industriegebiet Wildeshausen-West ein zweistelliger Millionenbetrag in den Haushalten der nächsten Jahre zu veranschlagen.“

dr

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