Kritik mit Maulwurfsfigur an Streit zwischen Lehrern und Eltern am Gymnasium

„Schlechtes pädagogisches Beispiel“

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Maulwurf „Willi“ kritisiert den Streit am Gymnasium.

Wildeshausen - Maulwurf „Willi“ ist aus dem Winterschlaf aufgewacht und stand am Dienstag an der Einfahrt des Krandels an der Glaner Straße in Wildeshausen. Diesmal wollten die Initiatoren nicht auf Missstände in der Politik hinweisen, sondern befassten sich mit den Auseinandersetzungen zwischen Lehrern und Eltern am Gymnasium.

„Da reibt sich der kleine Willi doch die müden Augen, nachdem er in den Zeitungen seiner geliebten Huntestadt blättert“, heißt es in einer Mitteilung. „Da hatte sich doch fast alles zum Guten gewendet. Überall Harmonie, alle sprechen miteinander, Rat mit Verwaltung, Parteien untereinander, ja sogar der neue Bürgermeister setzt sich mit Willi an einen Tisch und spricht. Willi glaubte nun, schon fast am Ziel zu sein und sich beruhigt zurücklehnen zu können.“ Doch offenbar habe eine kleine Gruppe den Trend verpennt und bringe die Wittekindstadt wieder an den Rand der Lächerlichkeit: die Lehrer des Gymnasiums Wildeshausen.

Wie wir berichteten, wollen die Pädagogen nur noch zu offiziellen Anlässen mit den Eltern reden und das auch noch in selten zu erlebender Einigkeit: Das gesamte Kollegium (inklusive Schulleiter) unterschrieb diesen Beschluss der Lehrervertretung.

„Was für ein schlechtes pädagogisches Beispiel für die ihnen anvertrauten Schüler“, meint der Maulwurf. „Die beiden wichtigsten pädagogischen Organe (Eltern und Lehrer) sprechen nicht mehr miteinander. Welch katastrophales Signal an die Schüler. Wenn ihr Konflikte habt, redet einfach nicht mehr miteinander!“

„Willi“ überlegt sich, was wohl passiert, wenn Schüler diesem Beispiel folgen. „Konsequent wäre es dann ja wohl, wenn die Schüler in der eigentlichen Auseinandersetzung (Boykott der Klassenfahrten) jetzt auch die Kommunikation mit den Lehrern einstellen“, meint er.

„Willi“ bittet nun alle Beteiligten, zur Vernunft zu kommen und sich schnellstens an einen Tisch zu setzen. Sollte seitens der Streitparteien Bedarf bestehen, sei „Willi“ gern bereit, aus seinen Reihen Hilfe zur Moderation anzubieten.

„Die Kinder, um die es letztlich in dieser Institution ausschließlich gehen sollte, sind uns doch wohl allen viel zu wichtig, als dass man auf deren Rücken kleinliche Interessenkämpfe austrägt“, heißt es abschließend.

dr

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