Krisenstab des Landkreises Oldenburg informiert Vereine

Widukind-Halle und Halle am Gymnasium nur noch für Flüchtlinge

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Schon am Freitag kommen 100 Flüchtlinge.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Bereits am Freitag beziehen in Wildeshausen 100 Flüchtlinge unbekannter Herkunft die Sporthalle des Wildeshauser Gymnasiums. Am Montag kommen 100 weitere Flüchtlinge, die in der Widukind-Halle untergebracht werden.

Wo die nächsten 100 Menschen leben sollen, die am 22. Oktober mit dem Bus ankommen, weiß derzeit noch niemand genau. So schilderte der Krisenstab des Landkreises Oldenburg am Donnerstag die Situation in der Flüchtlingsproblematik, die sich am Mittwoch dadurch verschärft hat, dass die Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes Niedersachsen in ihrer Kapazität erschöpft sind und die neuen Ankömmlinge im Rahmen der „Amtshilfe“ für das Land direkt von der Grenze auf die Landkreise verteilt werden.

Das Innenministerium in Hannover hatte Landrat Carsten Harings am Mittwoch mitgeteilt, dass die Flüchtlinge vorerst für vier Wochen aufgenommen werden sollen.

Der Leiter des Krisenstabes, Christian Wolf, organisierte bereits am Mittwochabend die Möglichkeiten der Unterbringung. Er kann sich dabei auf die Malteser verlassen, die die Betreuung der Flüchtlinge übernehmen werden und schon die nötigen Betten organisiert haben.

Zunächst müssen in der Notaufnahme die Daten der Ankommenden erfasst werden. Zudem gibt es einen ersten Gesundheits-Check. Auch für flankierende Sozialarbeit ist gesorgt.

„Das ist keine Schülergruppe, die da kommt“, so Wolf. „Diese Menschen haben viel hinter sich.“ Man wisse nicht, für welche Sprachen Dolmetscher benötigt werden und wie die Menschen mit Kleidung versorgt seien. Bürger, die spenden wollen, sollten sich an die Malteser wenden. Erfahrungsgemäß werden zunächst Spielsachen und Männerkleidung in kleineren Größen gebraucht. Keine Verwendung haben die Helfer für Möbel, Matratzen oder Bettzeug. Die Verpflegung der Ankömmlinge wird durch das Johanneum organisiert.

Mit der Sperrung der Hallen ist ein Sicherheitsdienst vor Ort beauftragt. Auch die Polizei kümmert sich um die Liegenschaften. Ab sofort gibt es dort keinen Vereinssport mehr. „Angesichts der starken Belegung und der Bedeutung des Sports bemühen wir uns intensiv, geeignetere Unterbringungsmöglichkeiten für die Flüchtlinge bereitzustellen“, so Harings. Er könne aber noch keine genauere Prognose geben. Das teilte der Krisenstab den betroffenen Vereinen und Schulen bereits am Donnerstag in einem Schreiben mit. Glücklicherweise, so Wolf, beginnen am Montag die Ferien, sodass ein wenig Zeit bleibe, alles zu organisieren.

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