Auch Radwege sollen profitieren

Kreisverwaltung will mehr Geld in Straßen investieren

Landkreis - Von Ove Bornholt. In diesem Jahr hat der Landkreis Oldenburg 1,1 Millionen Euro in seine Straßen gesteckt – das ist mehr als doppelt so viel wie noch vor fünf Jahren. Für die Kreisverwaltung ist damit jedoch noch nicht Schluss, kommendes Jahr sollen die Investitionen um 200 000 Euro steigen. Um den Werteerhalt der Kreisstraßen zu gewährleisten, wird das jedoch nicht reichen.

„Langfristig ist es erforderlich, Mittel in Höhe der jährlichen Abschreibungen zur Verfügung zu stellen“, schreibt die Kreisverwaltung in der Vorlage für die Sitzung des Bau-, Straßen- und Brandschutzausschusses, der sich am Dienstag, 14. November, ab 17 Uhr im Kreishaus mit dem Thema befasst. Zusammen mit der Erneuerung von Radwegen wären 2,4 Millionen Euro pro Jahr nötig, führt die Verwaltung aus. Mehr Geld könnte auch besser eingesetzt werden. Es sei sinnvoll, wenn nicht sogar erforderlich, größere Abschnitte auf einmal zu sanieren, um Pauschalkosten für die Einrichtung von Baustellen zu sparen, so die Behörde. Während der Sitzung wird sich zeigen, ob die Politik den Plan der Verwaltung mit geht oder auf stärkere Investitionen drängt.

Kreis arbeitet Prioritätenliste ab

Bei der Abarbeitung des „erheblichen Sanierungsbedarfs“ folgt der Landkreis einer Prioritätenliste. Im kommenden Jahr ist die Kreisstraße (K) 222 zwischen Wraggenort und Reiherholz in der Gemeinde Hude an die Reihe. Für die 4,4 Kilometer lange Strecke sind gut 900.000 Euro vorgesehen. Des Weiteren fließen 145.000 Euro in die Ortsdurchfahrt Sandkrug (K 235) und 120.000 Euro in den Kreisverkehr bei der Vogelstange in Wildeshausen. Zu guter Letzt profitiert schließlich die Brücke über die A 28 bei Kirchkimmen (100.000 Euro). Die Prioritätenliste beinhaltet weitere 16 Straßen, die teilweise aber erst 2022 saniert werden sollen.

So viel zu den Straßen, für die Radwege fallen auch noch gut 400.000 Euro ab. Und zwar an der eben beschriebenen Straße von Wraggenort nach Reiherholz (180.000 Euro) und verschiedenen Abschnitten an der K 342 von Havekost nach Birkenheide (Gemeinde Ganderkesee/250.000 Euro).

Neue Kreisstraßen werden nicht gebaut, einzig die Kreuzung der K 235 und 346 in Sandkrug soll ausgebaut werden. Dafür sind 495.000 Euro vorgesehen. Der Kreis und die Gemeinde Hatten teilen sich die Kosten. Eigentlich war das schon für dieses Jahr geplant, die Ausschreibungsergebnisse waren allerdings so teuer, dass der Landkreis die Leistung erneut ausgeschrieben hat.

Was den Neubau von Radwegen angeht, wartet der Landkreis auf Post aus Hannover. Im Januar/Februar wird das Land voraussichtlich mitteilen, ob es Geld für den Bau eines Radwegs an der K 53 (Horstedt bis Klein Ippener) überweist. Auch das Stück an der Landesstraße 341 zwischen Beckeln und Köbbinghausen soll einen Radweg erhalten. Die Finanzierung stemmen der Landkreis (165.000 Euro), die Samtgemeinde Harpstedt (50.000 Euro) und die Gemeinde Beckeln (50. 000 Euro) gemeinsam mit dem Land.

Rubriklistenbild: © dpa

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