Hunteschule soll am Standort bleiben

Kreisverwaltung lehnt Tausch der Schulen in Wildeshausen ab

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Beherbergt die Hunteschule weiter Förderschüler? Der Kreis lehnt derzeit einen Umzug der Schule ab. 

Wildeshausen - Die Verwaltung des Landkreises Oldenburg lehnt unter den aktuell bekannten Rahmenbedingungen einen Tausch der Liegenschaften zwischen Hunteschule (Förderschule Lernen) und St.-Peter-Schule ab. Die Versorgung mit Räumen für den Fachunterricht sei derzeit nicht gewährleistet, so die Kreisverwaltung, die von Wildeshausen eine Fachunterrichtslösung an der St.-Peter-Straße fordert. Diese müsse schnellstmöglich umgesetzt werden, so die Sitzungsvorlage für den Schul- und Kulturausschuss.

Dieser tagt am Dienstag, 5. Juni, ab 17 Uhr im Kreishaus und spricht eine Empfehlung für den Kreistag aus.

Der Weiterbetrieb der Förderschule in Wildeshausen ist schon länger in der Diskussion, doch unmittelbar vor der Sitzung des Kreis-Fachausschusses am 6. Februar hatte der Rat der Stadt Bürgermeister Jens Kuraschinski mit knapper Mehrheit beauftragt, eine Rückübernahme der Liegenschaft Hunteschule zu beantragen. In die Immobilie sollte die St.-Peter-Grundschule einziehen. Die Förderschule sollte in die Gebäude der katholischen Grundschule umziehen und mit dem Auslaufen der Schulform der im gleichen Komplex beheimateten Holbein-Grundschule räumliche Entfaltungsmöglichkeiten bieten.

Im Rahmen der Gespräche zwischen Stadt- und Kreisverwaltung hatte Letztere deutlich gemacht, dass ein Tausch der Liegenschaften nur dann in Betracht gezogen werden könnte, wenn sich daraus keine nachteilige Entwicklung für die Schüler der Hunteschule ergibt.

Das scheint derzeit aber fraglich. Nach Auskunft des Kreises sind im Rahmen der Gespräche sechs allgemeine Unterrichtsräume angeboten worden, die allen aktuellen Klassen, einer neuen fünften Klasse sowie einem zweizügigen Jahrgang genug Platz bieten würden. Auch für die Verwaltung wurde genug Raum zur Verfügung gestellt. Weiterhin sieht das Angebot der Stadt Fachunterricht in Musik und EDV, freie Gruppenräume sowie Büros für Schulsozialarbeit und Berufsorientierung vor. Nicht direkt vor Ort anbieten konnte die Stadt aber Räume für den Fachunterricht Werken, Naturwisschenschaft sowie Hauswirtschaft. Das, so das Angebot von Wildeshausen, könne in den benachbarten Schulen (Haupt- und Realschule sowie BBS für Hauswirtschaft) realisiert werden.

So einfach ist es aber wohl doch nicht. Die BBS hat auf Nachfrage der Kreisverwaltung mitgeteilt, dass die Lehrküche völlig ausgelastet ist.

 Deutliche Verbesserungen von Stadt gefordert

Die Eltern der Hunteschule teilen in einem Brief an den Landkreis mit, dass der Vorschlag der Stadt Wildeshausen in der vorliegenden Form das Angebot der Hunteschule beschränken und dadurch die Unterrichtsqualität leiden würde. Das sieht die Kreisverwaltung ebenso und fordert deutliche räumliche Nachbesserungen an der St.-Peter-Schule. Darüber müsste in diesem Jahr entschieden werden, denn auf Kreisebene ist man der Auffassung, dass die von außen an die Hunteschule herangetragene Unruhe eine baldige, abschließende Entscheidung erfordert. 

 dr

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