Kreistag beschließt Vergabe eines Preises/Rhythmus und Dotierung flexibel

Vorbildlicher Einsatz für Inklusion wird belohnt

+
Mediengruppe Kreiszeitung

Landkreis - Der Landkreis Oldenburg wird künftig einen Inklusionspreis vergeben. Das hat der Kreistag am Dienstagabend beschlossen. Ob der Preis jährlich ausgelobt wird und ob er dotiert ist, soll das Vergabegremium von Fall zu Fall entscheiden.

Die Grundsatzentscheidung fiel bereits im vergangenen Oktober. Damals beschloss der Kreistag die „kommunalen Handlungsempfehlungen zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Landkreis Oldenburg“. Eine der darin aufgeführten möglichen Maßnahmen ist die Vergabe eines Inklusionspreises für Arbeitgeber, „die in der Ausbildung oder Beschäftigung von Menschen mit Beeinträchtigungen vorbildliche Wege einschlagen“. Die Idee geht auf einen Antrag zurück, den der Kreisbehindertenrat bereits im Sommer 2013 gestellt hatte.

Mittlerweile ist die Zielgruppe größer geworden. Der Preis kann an Einzelpersonen, Gruppen und Institutionen vergeben werden, „die den Intentionen der UN-Behindertenrechtskonventionen vorbildlich und in besonderem Maße gerecht werden“. Damit ist er nicht mehr nur auf das Schwerpunktfeld „Arbeit“ beschränkt.

Die genauen Richtlinien zur Vergabe des Inklusionspreises waren nun Thema in den politischen Gremien des Landkreises. Wie berichtet, hatte sich schon der Sozial- und Gesundheitsausschuss damit befasst. Dort hatte sich eine längere Diskussion unter den Abgeordneten entsponnen, ob mit der Auszeichnung auch die Zahlung eines bestimmten Geldbetrag verbunden sein sollte. Der ursprüngliche Entwurf sah dies nicht vor. Ernst-August Bode (FDP) plädierte für einen Preisgeld in Höhe von 1000 Euro. Während Bernd Bischof (SPD) ihm beipflichtete, sah es sein Parteifreund Gerrit Meyer anders: „Die öffentliche Anerkennung durch die Preisverleihung in einem angemessenen Rahmen ist wichtiger als das Geld.“ Der hinzugewählte Vertreter Heinz Priesmeyer aus Hatten wies auf eine mögliche negative Außenwirkung hin: Der Kunst- und Kulturpreis des Landkreises Oldenburg ist dotiert. Insofern wäre es problematisch, beim Inklusionspreis darauf zu verzichten.

Die Verwaltung hat die Richtlinien daraufhin noch einmal überarbeitet. Demnach entscheidet das Vergabegremium nicht nur über die Dotierung, sondern auch über den Rhythmus der Auslobung. Ursprünglich sah der Entwurf vor, den Preis jährlich zu vergeben. Außerdem sieht die nun beschlossene Richtlinie vor, dass jedes Jahr 1000 Euro für den Inklusionspreis im Haushaltsplan bereitgestellt werden. Dieses Geld steht dem Vergabegremium dann für eine Dotierung zur Verfügung.

Das Gremium wird sich aus dem Sozialdezernenten, den Vorsitzenden des Kreistags und des Sozial- und Gesundheitsausschusses, dem Kreisbehindertenbeauftragten, einem Vertreter des Behindertenbeirates sowie je einem Abgeordneten aus den Fraktionen beziehungsweise Gruppen im Kreistag zusammensetzen.

ten

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Weltweite Trauer um Basketball-Ikone Bryant

Weltweite Trauer um Basketball-Ikone Bryant

Zahl der Todesopfer steigt nach Erdbeben in Osttürkei auf 39

Zahl der Todesopfer steigt nach Erdbeben in Osttürkei auf 39

Wie werde ich Bestatter/in?

Wie werde ich Bestatter/in?

Steine auf die Polizei: Indymedia-Demo in Leipzig eskaliert

Steine auf die Polizei: Indymedia-Demo in Leipzig eskaliert

Meistgelesene Artikel

Sanierung und Ausbau der A 1 kommen gut voran: 250 Lkw-Plätze und neue Baustelle

Sanierung und Ausbau der A 1 kommen gut voran: 250 Lkw-Plätze und neue Baustelle

Hilfe für Hunde aus Versuchslabor: Reaktionen überwältigen Tierschützer

Hilfe für Hunde aus Versuchslabor: Reaktionen überwältigen Tierschützer

Stress beim Realverband

Stress beim Realverband

Baumschnitt an der Bahn: Busersatzverkehr

Baumschnitt an der Bahn: Busersatzverkehr

Kommentare