Evangelisch-lutherische Kindertagesstätten sollen ab 2022 im Verbund arbeiten

Kreissynode bringt „Evkita Doll“ an den Start

Fast alles digital: Jugenddiakon Björn Kraemer (r.) am Technik-Pult der Synode, die Abgeordneten nahmen via Internet teil.
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Fast alles digital: Jugenddiakon Björn Kraemer (r.) am Technik-Pult der Synode, die Abgeordneten nahmen via Internet teil.

Landkreis Oldenburg/Delmenhorst – Er hört auf den Namen „Evkita Doll“ – der „Verbund evangelisch-lutherischer Kindertagesstätten im Kirchenkreis Delmenhorst/Oldenburg-Land“. Die Schaffung dieser Kooperation haben die Mitglieder der Kreissynode während einer über das Internet ausgetragenen Tagung beschlossen, wie der Kirchenkreis am Montag berichtet hat. Die Mitglieder des Kreis-Kirchenparlarmentes haben bereits zum zweiten Mal auf diese Art und Weise konferiert.

„Die 54 Kreissynodalen beschlossen per Online-Abstimmung eine Satzung für den Verbund“, heißt es in der Mitteilung. „Evkita doll“ soll zum 1. Januar 2022 mit 19 Kitas aus den Kirchengemeinden in Delmenhorst und im Landkreis Oldenburg an den Start gehen. „Die Gemeinden wollen damit ein gemeinsames Vorgehen gegen den Fachkräftemangel ermöglichen, mehr Dauerarbeitsplätze für Erzieher schaffen und eine gemeinsame qualitative Weiterentwicklung der Kindertagesstätten befördern“, so der Kirchenkreis weiter.

In einem weiteren Tagesordnungspunkte legte die Kirchenverwaltung der Synode erstmalig einen doppischen Jahresabschluss (doppelte Buchführung) vor, der nun anders als bisher auf dem Ressourcenverbrauchsprinzip fußt. Er betrachtet nicht nur den reinen Geldfluss, sondern berücksichtigt auch bereits eingegangene Verpflichtungen oder den Wertverbrauch des vorhandenen Vermögens (beispielsweise für die Nutzung von Gebäuden) in Form von Abschreibungen. Auch dafür votierten die Abgeordneten einstimmig, berichtet die Kirche weiter. Unter Leitung ihres ehrenamtlichen Vorsitzenden Dr. Detlev Lauhöfer befürwortete die Kreissynode ebenso geschlossen den Beschluss des Haushaltsplans für 2021 mit geplanten Aufwendungen in Höhe von 1,5 Millionen Euro.

Lob für Umsicht während der Pandemie

In seinem Bericht habe Kreispfarrer Bertram Althausen vor der Kreissynode diesmal eine positive Bilanz nach den Weihnachtsgottesdiensten im Lockdown gezogen: „Aus meiner Perspektive haben bei uns im Kirchenkreis alle sehr verantwortlich entschieden und gehandelt“, wird er in dem Text zitiert. Während einige Kirchengemeinden sich bewusst entschieden hätten, keine „Live-Gottesdienste“ mit Gottesdienstbesuchern zu feiern, hätten andere wiederum Präsenzgottesdienste unter Einhaltung aller Abstands- und Hygieneregeln in den Kirchen oder unter freiem Himmel zelebriert. Beides sei „gut beraten und sehr verantwortlich“ gewesen, betonte Althausen. So sei es „auf sehr viele sehr verschiedene Arten gut gelungen, auch diesmal bei den Menschen zu sein“, befand der Geistliche, während der Synode.

Zum Abschluss berichtete er noch zum geplanten Trägerwechsel im Blockhaus Ahlhorn und betonte, wie wichtig es sei, dass dort auch unter einem neuen Träger weiterhin die Nutzung für kirchliche Kinder-, Konfirmanden- und Jugendfreizeiten möglich sei. Die Landes-Synode hatte Ende vergangenen Jahres beschlossen, sich aus der Führung der Einrichtung zurückzuziehen und die dortigen Gebäude im Zweifelsfall sogar abzureißen (wir berichteten).

Die Synodalen schalteten sich über das Internet live in die Sitzung.

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