Rahmenbedingungen nicht ausreichend 

Kreisschulausschuss votiert gegen einen Schultausch

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Es gab einige Zuschauer, die die Sitzung verfolgen, darunter Wildeshausens Bürgermeister Jens Kuraschinski (r.) und Fachbereichsleiter Hans Ufferfilge (2.v.r.).

Wildeshausen - Mit einer stark gekürzten Beschlussempfehlung wies der Schul- und Kulturausschuss des Landkreises Oldenburg den Wunsch der Stadt Wildeshausen zurück, die Liegenschaften der Hunte- und der St.-Peter-Schule zu tauschen: Unter den bekannten Rahmenbedingungen wird dem Ansinnen derzeit nicht zugestimmt.

Diesen schärferen Antrag hatten FDP und UWG eingebracht und dafür auch die Zustimmung der CDU gefunden. Der länger ausformulierte Beschlussvorschlag der Kreisverwaltung, der Stadt Wildeshausen eine Frist zu setzen, bis Ende des Jahres eine Nachbesserung bei der Versorgung mit Fachunterrichtsräumen vorzuschlagen, wurde damit abgelehnt. Er könnte aber bei anderen Mehrheitsverhältnissen spätestens im Kreistag am 26. Juni wieder zur Abstimmung anstehen.

Landrat Carsten Harings hatte deutlich gemacht, dass der Landkreis zwar „sehr positive Signale“ von der Landesschulbehörde bekommen habe, dass die Option, an allen drei „Förderschulstandorten Lernen“ weiterzumachen, wohlwollend behandelt wird. Er äußerte aber auch seine Einschätzung, dass in wenigen Jahren wohl nicht mehr alle drei Standorte im Landkreis gebraucht würden. 

Das wiederum führe dazu, dass er „ein offenes Ohr“ für den Wunsch von Wildeshausen habe, die Schulen zu tauschen. „Ich halte das für zumutbar“, erklärte Harings, machte aber gleichzeitig deutlich, dass es oberste Priorität sei, den Hunteschülern dadurch keine Nachteile zu bereiten.

Spezieller Unterricht kann nicht garantiert werden

Mit den derzeitig angebotenen Räumen an der St.-Peter-Schule kann der spezielle und intensive Unterricht für die Hunteschüler nicht garantiert werden. Das sah nicht nur die Kreisverwaltung so. Dieser Einschätzung stimmten ebenso die Hunteschulleitung, die Eltern sowie alle im Kreistag vertretenen Parteien zu. Wolfgang Däubler (UWG) und Niels-Christian Heins (FDP) waren aber der Meinung, dass durch die politische Diskussion über eine Fortführung der Förderschule sowie den Schultausch so viel Unruhe bei den Beteiligten entstanden sei, dass jetzt Schluss damit sein müsse. 

„Es soll Ruhe einkehren“, so Däubler. Heins betonte, dass ja jederzeit ein neuer Antrag mit veränderten Angeboten diskutiert werden könnte. Ideen gibt es dafür wohl schon, wie am Rande der Sitzung von Bürgermeister Jens Kuraschinski signalisiert wurde. Diese können aber von den städtischen Gremien nicht mehr vor den Sommerferien behandelt werden, weil die Zeit zu knapp ist. Somit wäre für die Stadt ein Votum wichtig, dass das Zeitfenster bis Ende des Jahres offen hält.

„Dann ist aber endgültig Schluss“, so Harings, der ebenso wie Schuldezernent Karl-Heinz Book noch nichts zu Anmeldezahlen für die Hunteschule sagen konnte. Nicht nur für die Förderschule bleibt somit die große Ungewissheit, wo ab 2019 Unterricht angeboten wird. Auch die St.-Peter-Schule kann nicht langfristig am Standort planen.

dr

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