Kreisjugendfeuerwehrtag in Wildeshausen/Nachwuchs aus den eigenen Reihen

Sparkuhl: Quereinsteiger gibt es nicht so viele

Kreisjugendfeuerwehrwart Werner Mietzon (rechts) sowie der Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzende Peter Sparkuhl gratulierten Heike Barlage-Brandt zur Florianmedaille.
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Kreisjugendfeuerwehrwart Werner Mietzon (rechts) sowie der Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzende Peter Sparkuhl gratulierten Heike Barlage-Brandt zur Florianmedaille.

Wildeshausen - Von Anja Nosthoff. Vielseitigkeit und Kameradschaft – das möchten die Jugendfeuerwehren des Landkreises Oldenburg repräsentieren. So waren am Kreisjugendfeuerwehrtag am Sonnabend in Wildeshausen Zeltlager und Wettbewerbe ebenso Thema wie Aus- und Weiterbildungen für Jugendwarte und -sprecher. Zudem Jugendarbeit im Sinne von Mensch, Natur und Gemeinschaft sowie das positive Bild, dass die Jugendfeuerwehren in den Köpfen der Allgemeinheit von der Feuerwehr ebenso wie von der „heutigen Jugend“ abbilden wollen.

Dass Jugend- und Kinderfeuerwehren als Unterorganisationen immens wichtig für die aktiven Freiwilligen Feuerwehren seien, konnte Kreisjugendfeuerwehrwart Werner Mietzon anhand der Statistiken aus den vergangenen Jahren belegen. „30 Mitglieder unserer insgesamt 16 Jugendfeuerwehren im Landkreis sind im vergangenen Jahr in die aktive Feuerwehr übergetreten“, so Mietzon. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren habe sich dieser Wert konstant gehalten: 37 Übertritte gab es 2014, im Jahr 2013 waren es 26. „Und diese sichtbaren Erfolge können wir trotz leicht sinkender Mitgliedszahlen in den Jugendfeuerwehren vermelden“, meinte Mietzon.

Im vergangenen Jahr sei die Mitgliederzahl der Kreisjugendfeuerwehr von 390 auf 380 Mitglieder gesunken. „Damit haben wir unser Ziel, wieder die 400er- Marke zu erreichen, leider verfehlt“, bedauerte Mietzon. 2013 seien es noch 410 Mitglieder gewesen.

„Das ist der Lauf der Zeit“, so der Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzende Peter Sparkuhl dazu. Das Angebot an Freizeitaktivitäten für Jugendliche werde immer größer. Wichtig und positiv sei, dass die Nachwuchssicherung für die Feuerwehr trotzdem gut gelinge. „Denn Quereinsteiger gibt es nicht so viele, der Großteil unserer Leute rekrutiert sich aus den Jugendfeuerwehren“, so Sparkuhl.

Positiv vermerkte Mietzon auch den Zuwachs bei den Kinderfeuerwehren. In Düngstrup hat sich 2015 eine neue gegründet, Ganderkesee und Dötlingen sind schon seit vielen Jahren in dem Bereich aktiv. Insgesamt habe sich die Mitgliederzahl zum Ende des Jahres von 31 (2014) auf 57 (2015) erhöht. Während der Mädchenanteil bei den Jugendfeuerwehren bei 32 Prozent liege, machten die Mädels aktuell bei den Kinderfeuerwehren sogar zwei Drittel aus. 14 Mitglieder aus Kinderfeuerwehren traten im Jahr 2015 in eine Jugendfeuerwehr über. 55 Jugendlichen aus dem Landkreis wurde im vergangenen Jahr das Abzeichen „Jugendflamme“ verliehen. Kreisjugendsprecher Bjarn-Luca Meyer berichtete von einem „aufregenden Jahr“, in dem er nicht zuletzt in Hannover als Landesjugendsprecher gewählt wurde.

Mit der Florianmedaille der Niedersächsischen Jugendfeuerwehr ehrte Mietzon die langjährige Gemeindejugendwartin der Samtgemeinde Harpstedt, Heike Barlage-Brandt. Sie hatte das Amt von 1991 bis 2012 inne und war bis 2015 noch als Stellvertreterin aktiv. In der Kreisjugendfeuerwehr engagiert sie sich als Kassenwartin weiterhin.

Auch Wahlen standen an: Einstimmig wählten die Jugendwarte und Jugendsprecher André Gerke neben Thomas Heuermann zum weiteren Stellvertreter des Kreisjugendfeuerwehrwarts. Petra Nobis wurde zur stellvertretenden Schriftführerin gewählt. Die amtierende Schriftwartin Diane Febert wird sich im Jahr 2017 als Nachfolgerin für den Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzenden Peter Sparkuhl zur Wahl stellen.

Als einen Höhepunkt des Jahres erwähnte Mietzon noch die zweite Polen-Freizeit im Sommer: Die Kreisjugendfeuerwehr hatte ihre Fahrt in den Partnerschafts-Landkreis Nowomijeski nach der ebenso gelungenen ersten Freizeit im Jahr 2014 wiederholt. Der nächste Besuch ist für 2018 geplant. In diesem Jahr stehen ebenfalls Termine an: Unter anderem das Zeltlager des Oldenburgischen Feuerwehrverbands vom 25. Juni bis zum 2. Juli auf dem Stoppelmarktgelände in Vechta sowie der internationale Jugendfeuerwehrwettbewerb vom 17. bis zum 19. Juli im Landkreis Wittmund.

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