Einstimmig für Erhalt der Förderschulen

Kreis vertagt Debatte um Schulstandort

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Mehrere Dutzend Zuschauer verfolgten die Sitzung in der Schule Vielstedter Straße in Hude.

Hude - Einstimmig hat sich der Schulausschuss des Landkreises Oldenburg am Dienstagabend dafür ausgesprochen, die drei Förderschulen Lernen im Landkreis zu erhalten. Die Verwaltung soll eine Option ziehen, die von der Landesregierung geplant ist und vorsieht, in den kommenden vier Jahren wieder Mädchen und Jungen an Förderschulen einzuschulen.

Darunter fallen sowohl die Letheschule in Oberlethe (Wardenburg) und die Schule Vielstedter Straße in Hude, wo die Sitzung stattfand, als auch die Hunteschule in Wildeshausen. Die Frage, ob Letztere den Standort mit der St.-Peter-Schule tauschen sollte, blieb allerdings offen.

Im Zuschauerraum waren mehrere Dutzend Beobachter vertreten, die die Empfehlung, die Verlängerungsoption zu ziehen, mit Applaus quittierten. Der Kreistag wird sich am 13. März abschließend mit dem Vorgang befassen. Landrat Carsten Harings kündigte angesichts des großen Rückhalts aus der Politik aber an, sich schon am Mittwoch an die Landesschulbehörde wenden zu wollen. Es gehe schließlich darum, den Schülern, Eltern und Lehrern Planungssicherheit zu bieten.

Wildeshauser Stadtrat für Umzug der Hunteschule

Da die Hunteschule in Trägerschaft des Landkreises ist, hat dieser bei einem eventuellen Tausch ein Wörtchen mitzureden. Der Wildeshauser Stadtrat hatte sich am Montagabend mit 18 zu 14 Stimmen für einen Umzug ausgesprochen. 

„Diese neue Entwicklung gilt es nun in Ruhe zu würdigen und entsprechend vorzubereiten“, verwahrte sich der Landrat am Dienstagabend gegen eine Debatte zu diesem Zeitpunkt. Die Politik stimmte damit weitgehend überein. So unterstrich etwa Dirk Vorlauf (CDU/Hude), dass „wir jetzt keine Ad-hoc-Entscheidung treffen sollten“.

Standpunkte blieben unversöhnlich

Allerdings ließ es sich so mancher Kreistagspolitiker, der aus Wildeshausen kommt, nicht nehmen, das Thema zumindest am Rande anzuschneiden. Auf der einen Seite meinte Wolfgang Däubler (UWG): „Als stellvertretender Bürgermeister sehe ich es überhaupt nicht ein, dass die Hunteschule ihren Standort verlassen sollte.“ Worauf Hannelore Hunter-Roßmann (SPD) konterte: „Ein Umzug ist nicht so schlimm, dass er für die Kinder nicht verkraftbar ist.“

Die Standpunkte blieben wie auch im Stadtrat unversöhnlich, allerdings wird nun erst einmal die Kreisverwaltung Stellung zu einem Schultausch beziehen. Ob die Behörde vor der nächsten Kreistagssitzung am 13. März, während der final über das Thema entschieden werden könnte, eine weitere, vorbereitende Schulausschusssitzung einberuft, bleibt abzuwarten. - bor

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