Anregung der Bürgermeister findet Gehör

Kreis rudert zurück: Weiter acht Flüchtlingssozialarbeiter

Landkreis - Von Ove Bornholt. Eigentlich sollte die Zahl der Flüchtlingssozialarbeiter im Landkreis Oldenburg ab Januar von acht auf sechs sinken. Doch weil Bürgermeister der kreisangehörigen Gemeinden Bedenken anmeldeten, schlug Landrat Carsten Harings dem nicht-öffentlich tagenden Kreisausschuss am Montag vor, erst einmal bei acht Stellen zu bleiben. Dem folgte die Politik einstimmig.

Die Anzahl der Flüchtlinge ist mittlerweile auf unter 600 gesunken, nachdem sie Ende März 2016 noch bei 2000 lag. Verwaltungschefs hätten ihm erklärt, dass die Menge zwar geringer werde, aber die qualitativen Anforderungen der Betreuung gestiegen seien, informierte der Landrat auf Nachfrage unserer Zeitung. Ähnlich hatte sich auch Frank Eden, stellvertretender Leiter der Diakonie Delmenhorst/Oldenburg-Land, im zuständigen Fachausschuss am 15. August geäußert. Die Diakonie kümmert sich im Auftrag des Landkreises um die Flüchtlinge. Die Sozialarbeiter sind bei der Organisation beschäftigt. Eden hatte davon gesprochen, dass zunehmend Traumata zum Vorschein kämen, wenn die Leute zur Ruhe kommen (wir berichteten).

Deswegen soll es nun erst einmal bei acht Stellen bleiben – mindestens bis zum 30. Juni kommenden Jahres. Dann soll die Situation neu bewertet werden. „Wir werden uns dann in Ruhe austauschen“, so Harings. Es gehe auch darum, „jetzt nicht vorschnell Pflöcke einzuschlagen“, meinte der Landrat.

Land finanziert zurzeit zwei Stellen

Allerdings hatte die Verwaltung im Fachausschuss noch sechs Stellen für ausreichend gehalten und deswegen die Reduzierung vorgeschlagen. Insofern rudert der Kreis also zurück. Die Politik allerdings auch, schließlich hatten sämtliche Ausschussmitglieder für sechs statt acht Stellen gestimmt. Das Land finanziert zurzeit zwei davon, und es gibt Signale aus Hannover, dass es dabei bleiben wird.

Des Weiteren entschied der Kreisausschuss über Zuschüsse. Dabei folgte er den Empfehlungen des Fachausschusses. Heißt: Das DRK-Mehrgenerationenhaus in Wildeshausen bekommt für die Jahre 2018 bis 2020 jeweils 5000 Euro aus der Kreiskasse. Auch das Oldenburger Interventionsprojekt (Olip) und die Beratungsstelle gegen sexualisierte Gewalt an Mädchen und Frauen (Wildwasser) dürfen sich freuen. Erste erhält 7500, Letztere 22.500 Euro für das kommende Jahr.

Auch für die Sanierung der Kreisstraße 224 zwischen Vielstedt und Nordenholz in der Gemeinde Hude greift der Kreis in die Tasche. Rund 120.000 Euro werden für diese Baumaßnahme fällig.

Rubriklistenbild: © dpa

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