Behörde will Querungszahlen ermitteln / Bisher zu wenig Fußgänger

Kreis prüft Ampel an Harpstedter Straße

Auf der Harpstedter Straße herrscht viel Verkehr. Foto: bor

Wildeshausen – Auf die Harpstedter Straße in Wildeshausen angesprochen, verweist Heike Lüning vom Straßenverkehrsamt des Landkreises Oldenburg auf einen dicken Aktenordner mit Zeitungsartikeln. Viele Akteure haben schon Anträge gestellt, um eine Ampel an der stark befahrenen Straße zu bauen. Eine befindet sich auf Höhe Aldi/Netto. Aber das reicht zum Beispiel der SPD nicht, die eine weitere Anlage gefordert hat. Um einen geeigneten Standort zu finden, hatte die Stadt Wildeshausen Querungszahlen ermittelt. Diese liegen dem Landkreis vor, sind aber nach Ansicht von Lüning nicht aussagekräftig genug.

Wie berichtet, wurden innerhalb von einer Stunde in Höhe der Reckumer Straße 41 querende Fußgänger sowie 23 Radfahrer auf der falschen Straßenseite notiert. „Das reicht nicht unbedingt“, sagt Lüning, die nur von einer Momentaufnahme spricht. Es müsste an unterschiedlichen Tagen und in verschiedenen Zeiträumen gezählt werden. Daraus lasse sich dann ein Mittel bilden, das eventuell Spielraum für eine Dunkelampel lasse. Letztere funktioniert genau wie ein Zebrastreifen: Sie wird bedarfsweise aktiviert.

Die Stadt hatte auch auf Höhe der Heilstättenstraße Querungszahlen erhoben. Aber vier Fußgänger und 17 falsch fahrende Radler sind laut Landkreis viel zu wenig für eine Ampel.

Lüning macht im Gespräch mit dieser Zeitung klar, dass der Landkreis derzeit „verkehrssicherheitsmäßig keinen Handlungsbedarf“ an der Harpstedter Straße sieht. Und da keine „gefährliche Situation“ vorliege, bestehe keine Dringlichkeit. In den kommenden Monaten wird der Landkreis die Querungszahlen noch einmal ermitteln. Eine Ampel im Dauerbetrieb ist nach Ansicht des Landkreises so oder so an der Harpstedter Straße nicht möglich. Dafür bestünde „keine verkehrliche Notwendigkeit“.

Die SPD setzt sich schon länger für eine Ampel ein. Schon im Oktober 2018 hatten die Sozialdemokraten einen entsprechenden Antrag gestellt. Daraufhin hatte die Stadt die Querungszahlen ermittelt. Anwohner waren auf die SPD zugekommen. Sie fürchten unter anderem um die Sicherheit ihrer Kinder auf dem Schulweg.  bor

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