Stadt operierte mit fehlerhaften Angaben und errechnete deshalb einen unkorrekten Pflegeaufwand

Krandelverwaltung sauer über Ausschussvorlage

Das Krandelstadion wird täglich gepflegt.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Für einige Unruhe hat beim VfL Wittekind und der Krandelverwaltung die Vorlage der Stadt gesorgt, in der es heißt, dass die Bewirtschaftung des Sportgeländes durch den städtischen Bauhof etwa 30 000 Euro günstiger erledigt werden könnte, als durch die Mitarbeiter der Krandelverwaltung.

Allerdings, so wird in der Vorlage angemerkt, könnte das Gelände dann ebenso wie städtische Grünflächen nicht mit der gleichen Intensität gepflegt werden, wie es bislang der Fall ist. „Eine Priorität muss noch festgelegt und öffentlich kommuniziert werden“, heißt es in einer Stellungnahme des Fachbereichs Bau.

Im Rahmen der Haushalts-, Wirtschafts- und Entwicklungausschusssitzung vor einer Woche kam es zu einer Sitzungsunterbrechung, als Krandelverwalter Wolfgang Sasse in wenigen Worten ausführte, dass das Bauamt zahlreiche Leistungen in seiner Kalkulation nicht berücksichtigt hatte. Zusammen mit Bürgermeister Kian Shahidi wurde vereinbart, dass die Zahlen neu diskutiert werden müssten. Im Verwaltungsausschuss am Mittwochabend wurde der Tagesordnungspunkt in den Januar zur Beratung verschoben.

„Wir haben in den vergangenen Jahren den Ratsbeschluss komplett ausgeführt“, erklärte Sasse. Dazu habe es gehört, dass die Verbindlichkeiten aus dem Bereich Krandel in den Jahren bis 2010 komplett abgebaut worden seien. Völlig überrascht war Sasse von der Aufstellung der Verwaltung, was im Krandelstadion über das Jahr erledigt wird. „Das ist nur ein Bruchteil der Aufgaben, die wir ausführen“, so der Verwalter. Natürlich habe man in den vergangenen Jahren auch bei den Personalausgaben gespart, um wirtschaftlich arbeiten zu können.

Davon war am Mittwochabend offensichtlich auch der Verwaltungsausschuss überzeugt, denn der Vertrag mit dem VfL Wittekind zur Unterhaltung der Krandelanlage wurde mehrheitlich gebilligt.

„Jetzt wissen wir, dass die ehrenamtliche Arbeit der Krandelverwaltung der Stadt viel Geld spart“, hatte schon in der HWE-Sitzung Volker Pickart (CDU) festgestellt. „Wir sollten sehr dankbar sein, dass das so gut klappt.“ Auch Christa Plate (CDU) war dieser Ansicht. „Die Aufstellung der Verwaltung zeigt, dass wir mit dem Einsatz des Bauhofes kein gepflegtes Krandelstadion und eine gepflegte Innenstadt haben können.“ Mit dem derzeitigen Zustand sei die Stadt wesentlich besser dran, und der Zuschuss für die Krandelverwaltung in Höhe von 70 000 Euro im Jahr 2011 sei gut angelegt.

Wolfgang Sasse machte mit wenigen Zahlen klar, dass die derzeitige Situation für die Stadt sehr günstig sei. Er verwies auf Unterlagen, nach denen die Stadt für die Krandelpflege 40 000 Euro veranschlagt hatte.

„Wir machen das für weniger als 30 000 Euro.“ Der Bauhof habe ganz klare Auflagen erteilt, die die Krandelverwaltung exakt umsetze. „Wir sind Stück für Stück mit unseren Aufgaben gewachsen, haben viel gelernt.“ Umso unverständlicher sei es jetzt, dass die Arbeit der Krandelverwaltung so sehr in Misskredit gebracht worden sei.

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