Das Krandelbad lockt viele Badefreudige an – nicht nur aus Wildeshausen

Kopfüber in die ersehnte Abkühlung

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Bei den hohen Temperaturen suchen viele Wildeshauser die Abkühlung in den Schwimmbecken des Krandelbades.

Wildeshausen - Von Sophie Filipiak. Bei dem heißen Sommerwetter werden sich sicherlich viele fragen: „Wie kann ich mich am besten abkühlen?“ Mit einer Kugel Eis? – Das ist nicht von Dauer. Ein erfrischendes Bier? – Wird schnell schal. Die beste Abhilfe verspricht ja bekanntlich ein Sprung ins Wasser. Das haben sich auch viele Wildeshauser gedacht und dem Krandelbad einen Besuch abgestattet.

Bevor die Badefreudigen aber auf ihre Kosten kommen, müssen sie an Nicole Utech vorbei. Die Kassiererin nimmt das Geld entgegen und reicht die Tickets raus – immer mit einem Lächeln, selbst wenn es stressig wird. Denn an heißen Sommertagen kann die Schlange vor dem kleinen Häuschen schon einmal lang werden. Utech sieht es gelassen, sie freut sich sogar, wenn viel los ist. „Im Schnitt haben wir an solchen Tagen 1000 Besucher“, erklärt sie. Selbst bei schlechtem Wetter kommen viele, denn sie haben im Hallenbad, das auch im Sommer geöffnet hat, die Möglichkeit, ihre Bahnen zu ziehen. „Aber in den ersten drei Wochen der Sommerferien merken wir auch, dass viele in den Urlaub fahren“, so Utech.

Die Daheimgebliebenen zieht es jedoch bei den warmen Temperaturen ins Freibad. Aber nicht nur Wildeshauser sind dort anzutreffen, sondern die Besucher kommen auch von weiter her, um sich in die Fluten zu stürzen. Wie die Familie Fastje aus Hude. Sie sind zum ersten Mal im Krandelbad und würden jederzeit wiederkommen. „Wir haben heute unser Glück zuerst in Ganderkesee versucht, aber da war alles überfüllt“, erzählt Petra Fastje. Auf den Liegeflächen ist viel Platz, auch wenn Hochbetrieb herrscht. „Hier gibt es auch viel Schatten, das ist super“, meint die Huderin. Ihr Mann Henry kommt gerade mit einer Portion Eis vom Kiosk zurück. Auch er ist vom Krandelbad begeistert und hofft, dass die Betreiber es noch lange gut in Schuss halten. Alles sei sauber und ordentlich, so seine Meinung. Einziger Kritikpunkt: das Kiosk. „Ich muss das Eis aus der Truhe holen und mich dann an der Bude anstellen. Wenn da die Schlange ein bisschen länger ist, schmilzt ja alles“, sagt er. Mehr Personal, um die Wartezeiten zu verkürzen, wäre gut, meint der Familienvater.

Mit der Verpflegung sind die elfjährige Philippa und ihre 13 Jahre alte Freundin Theresa durchaus zufrieden. Die gekauften Pommes haben sie schon längst verputzt. Die Mädchen aus Visbek fahren regelmäßig nach Wildeshausen. „In diesem Jahr sind wir zum ersten Mal hier im Bad“, erzählt Philippa. Es gefalle ihnen besser als das Freibad in Vechta. „Die haben da nicht so hohe Sprungtürme und nicht so viele Becken“, meint sie. Theresa würde zustimmen, aber sie ist gerade damit beschäftigt, vor einer Wespe davonzulaufen. Runde um Runde dreht sie um die auf dem Boden ausgebreiteten Handtücher, um das lästige Insekt loszuwerden. Über die Wespen beschweren sich viele Gäste des Freibades, aber gegen die Natur ist eben nichts zu machen. Kaum hat Theresa ihren Verfolger abgeschüttelt, rennen die zwei Mädchen auch schon wieder los. Der Sprungturm wartet schon.

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