Im katholischen Gotteshaus St.-Peter sind Sanierungen fällig / Fliesen lösen sich auf

Kostspielige Kirche

Provisor Bernhard Kramer zeigt die beschädigten Fliesen.

Wildeshausen - Wenn Provisor Bernhard Kramer täglich zur St.-Peter-Kirche in Wildeshausen geht, schaut er jedes Mal nach oben und denkt: Hoffentlich ist noch alles in Ordnung. Das 100-jährige Gotteshaus macht immer wieder Sorgen, weil einiges zu sanieren ist.

Die größte Baustelle hat die Gemeinde allerdings zu großen Teilen überstanden. Im Jahr 2008 zeigte sich, dass der Kirchturm dringend saniert werden musste. Rund 400. 000 Euro kostete die aufwendige Arbeit, 35 Prozent der Kosten musste die Kirchengemeinde selbst tragen. „25. 000 Euro davon müssen wir noch abbezahlen“, sagt Kramer, der die Kosten fest im Blick hat. Denn schon kurz darauf war die Sanierung der Taufkapelle für 30. 000 Euro fällig, die allerdings bereits bezahlt ist.

Handelte man in der katholischen Kirche früher, was den baulichen Zustand der Gotteshäuser betraf, gerne nach der Devise „Augen zu und durch“, bis die Missstände nicht mehr zu übersehen waren, hat sich das geändert. „Wir haben das im Blick“, sagt Pastoralreferent Matthias Goldberg. Das gelte für die St.-Peter-Gemeinde genau wie für das Offizialat in Vechta. Mittlerweile wolle man Probleme frühzeitig thematisieren, um vorbereitet zu sein.

So weiß Kramer schon jetzt, dass auf die katholische Kirchengemeinde in Wildeshausen und Ahlhorn einiges zukommt. In Ahlhorn sind der Anstrich und die Befestigung des Glockenturms sowie die Fenster (8 600 Euro) und eine Betonsanierung der Kirche (10 .000 Euro) geplant. In Wildeshausen kommt es bis zum Jahr 2020 jedoch noch dicker. Dringend erforderlich ist die Sanierung der Sakristei für etwa 25. 000 Euro. „Wenn der Wind von Westen kommt, drückt das Regenwasser durch die Tür“, klagt Kramer. In der Sakristei sei der Boden nässe, die Feuchtigkeit ziehe in die Gewänder der Geistlichen. Zudem habe die Sakristei noch immer eine Einfachverglasung. Im kommenden Jahr möchte Kramer die Rückseite des Altarraumes neu streichen lassen, im jahr 2018 müssen die Bögen in der Kirche saniert werden. Richtig teuer wird es im Jahr 2020: Schon seit einigen Jahren ist bekannt, dass sich die Bodenfliesen von unten auflösen. Eine Probebohrung hat 2010 ergeben, dass unter dem Boden keine Feuchtigkeitssperre existiert. Schon jetzt zeigen sich deutliche Spuren auf den Fliesen. Sie müssen also bald raus. „Mal sehen, wie wir das sanieren“, so Kramer. Auf jeden Fall müssten die Bänke aus der Kirche. Möglicherweise könnte man zuerst das Gotteshaus auf der rechten Seite und dann auf der linken Seite sanieren. Die Kosten schätzt der Provisor auf 50. 000 Euro. Auch davon muss die Gemeinde 35 Prozent übernehmen.

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