Das kostet 27-jährigen Wildeshauser 300 Euro

Ex-Freundin als „Schlampe“ tituliert

Symbolbild: dpa

Wildeshausen - Nicht zum ersten Mal stand ein 27-jähriger Wildeshauser vor dem Amtsgericht in Wildeshausen. Musste er sich vor Jahren wegen Betrugs, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Anstiftung zur uneidlichen Falschaussage verantworten, was ihm bereits Bewährungsstrafen einbrachte, läuft er nun seit einiger Zeit immer wieder Gefahr, von seiner ehemaligen Lebensgefährtin und Mutter seines Kindes angezeigt zu werden.

Nicht immer hatten diese Anzeigen Erfolg, denn manche Beschuldigungen ließen sich nicht beweisen – zumal es wohl immer wieder Stress wegen des gemeinsamen Kindes, des Sorgerechtes und Beziehungsstreitigkeiten gibt. Den Vorwurf der Körperverletzung bestätigten jedoch diesmal beide – wobei es sich ganz offenbar nur um eine harmlose Berührung – einen leichten Stoß – am Hinterkopf handelte. Der Mann muss nun 300 Euro Strafe zahlen. Allerdings wegen einer Beleidigung.

Der erneute Vorfall ereignete sich am 23. Juli im Hausflur des 27-Jährigen. Die Staatsanwältin warf dem Wildeshauser vor, der 20-jährigen Ex-Partnerin aus Eifersucht auf den Hinterkopf geschlagen und sie mit „Schlampe“ tituliert zu haben. Das gab der Angeklagte auch unumwunden zu, verwies aber auf eine lange Vorgeschichte. Immer wieder sei er durch die Kindsmutter psychisch belästigt worden. So sei er mehrmals wegen Körperverletzung, Kindesentführung und anderen Vorwürfen angezeigt worden. Er habe schon die Aufnahme in ein Gewaltschutzprogramm für sich und seine Tochter beantragt, was aber keinen Erfolg gezeigt habe. Es gebe ein gemeinsames Sorgerecht, das Kind habe aber ein Aufenthaltsrecht beim Vater. „Die Mutter kann die Kleine sehen, wann sie will“, so der 27-Jährige, der am 23. Juli mal wieder nächtlichen Besuch von der Frau hatte. Aus einem Lokal kommend, habe sie behauptet, dass ihr Freund sie geschlagen habe und auch ihn schlagen wolle.

„Ich wollte meine Ruhe haben“, so der Angeklagte. Er sei nach oben zum Schlafen gegangen, dann aber um etwa 5 Uhr wieder nach unten gelaufen, weil dort „Terror“ war. Im Zuge einer Rangelei habe er den Stoß an den Hinterkopf ausgeführt und „Verpiss dich, du Schlampe“ gesagt.

„Es war nicht so doll“, erklärte auch die Zeugin, die offenbar auch beleidigend gewesen war. Angesichts der „angespannten Situation“ und der Vorstrafen des Angeklagten beantragte die Staatsanwältin eine Geldstrafe von 200 Euro. Wegen der noch laufenden Bewährung erhöhte die Richterin die Strafe jedoch auf 300 Euro. Eine Summe, die der 27-Jährige akzeptierte. Zudem bedauerte er sein Verhalten. - dr

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