Drei Ladestationen an der „Auszeit“ in Wildeshausen eingeweiht

Kostenlos Strom für die nächsten Kilometer „tanken“

Marcell Görke (l.) und Frank Schmidt haben offiziell die Ladestationen mit symbolischem „Tanken“ in Betrieb genommen. - Foto: Dejo

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Der Wildeshauser Frank Schmidt fährt einen „Tesla“, Tankstellen ausschließlich mit Zapfsäulen ignoriert er, er benötigt lediglich eine passende Ladestation. Und die findet er seit Neuestem auch am Fitness- und Wellness-Center „Auszeit“ in der Wittekindstadt, wo gestern offiziell drei „E-Tankstellen“ eingeweiht wurden.

Mit dabei waren Gerold Ratz, Vorsitzender des Verkehrsvereins, sowie Daniela Baron vom Stadtmarketing. Beide zeigten sich erfreut über die ersten offiziellen Ladestationen in der Kreisstadt. Während zwei für Tesla-Fahrzeuge vorgesehen sind, dient die Dritte allen weiteren Fabrikaten. „Das ist sicherlich eine gute Sache und ein weiterer Anziehungspunkt für Wildeshausen. Obwohl ich mir nicht vorstellen kann, dass sich die E-Autos generell durchsetzen werden“, so Ratz.

Und wie sieht es mit der Bezahlung aus, wenn E-Auto-Fahrer diese „Tankstelle“ anlaufen? „Die Sache ist ganz einfach erklärt“, sagt „Auszeit“-Geschäftsführer Marcell Görke. „Gastronomie-Kunden, die bei uns lediglich einen Kaffee oder ähnliches trinken, bekommen kostenlos 20 Kilowatt. Wer allerdings den Sauna- oder Wellnessbereich nutzt, der bekommt 50 Kilowatt. Eine Mitgliedschaft ist nicht erforderlich.“ Für die Gastro-Kunden reiche das, um die nächste offene Station zu erreichen: „Das ist ein zusätzlicher Service von uns.“

Darauf gekommen, die Ladestationen einzurichten, ist Görke über „Tesla“: „Das Unternehmen hat Standorte gesucht. Und wir liegen nun einmal recht günstig in der Nähe der Autobahn.“

Dazu wusste Schmidt zu berichten, dass sämtliche Lademöglichkeiten auf dem riesigen Bildschirm des Bordcomputers und Navigationsgerätes der „Tesla“-Fahrzeuge angezeigt werden: „Das System führt exakt zur rechten Zeit an die nächste ,Tankstelle‘. Natürlich werden die Power-Charger bevorzugt, aber auch diese Station ist jetzt im Computer erfasst.“

Wer jetzt seine Akkus aufladen möchte, muss sich an der „Auszeit“-Rezeption melden. „Die Mitarbeiter schalten dann die jeweilige Ladestation und auch die Strommenge frei, sodass entweder 20 oder 50 Kilowatt abgegeben werden“, so Görke. Während die Tesla-Ladung 22 Kilowatt pro Stunde leistet, sind es bei der anderen elf Kilowatt.

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