Kosten müsste die Stadt übernehmen, da nach Einschätzung des Landkreises eine Querung ohne Gefahr möglich ist

Fußgänger-Dunkelampel an Harpsteder Straße?

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Bei viel Verkehr ist die Querung der Harpstedter Straße gar nicht so einfach.

Wildeshausen - Die Einschätzungen darüber, ob auf der Harpstedter Straße in Höhe des Zuschlagsweges eine gefahrlose Querung für Fußgänger und Radfahrer möglich ist oder durch eine Fußgängerampel gesichert werden sollte, sind je nach Interessenslage unterschiedlich. Fakt ist, dass es dort in den vergangenen Jahren einen tödlichen Unfall gegeben hat und unter anderem die Bewohner der Himmelsthür-Häuser an der Harpstedter Straße beklagen, dass es gar nicht so leicht ist, als langsamer Verkehrsteilnehmer sicher über die Straße zu kommen.

Aus diesem Grund hatte die SPD-Fraktion im Rat den Bürgermeister erneut aufgefordert, mit dem Landkreis Oldenburg Kontakt aufzunehmen und darauf hinzuwirken, dass eine sichere Querungshilfe in Form eines Zebrastreifens oder einer Ampelanlage angelegt wird.

Der Landkreis hatte sich nicht zum ersten Mal mit der Thematik beschäftigt und kommt auch in einer neuen Beurteilung zu der Einschätzung, dass die Verkehrsstärken und die bauliche Situation keine Notwendigkeit ergeben, einen Zebrastreifen oder eine Ampel anzuordnen. Im Schreiben des Landkreises heißt es: „Es gibt keine zu langen Wartezeiten, wenn hier die Straße überquert werden soll, und auch das Unfallgeschehen lässt hier nicht den Schluss zu, dass etwas veranlasst werden muss.“ Nach Einschätzung des Landkreises sei die Überquerungshilfe für Fußgänger in Form einer Mittelinsel in Höhe der Verbrauchermärkte ausreichend, könnte allerdings nicht von Radfahrern mit Kinderanhängern genutzt werden, weil die Gefährte zu lang seien.

„Aufgrund des eher hohen Kraftfahrzeugaufkommens und der doch recht schmalen Mittelinsel bestehen hier aber aus straßenverkehrlicher Sicht keine Bedenken dagegen, eine Dunkelampel auf Kosten Dritter anzuordnen“, heißt es vom Landkreis.

Der Wildeshauser Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau und Umwelt wird sich am Donnerstag mit der Frage beschäftigen, ob eine derartige Ampel angeschafft und installiert werden soll. Lieferung und Montage würden 13000 Euro, die jährlichen Strom- und Wartungskosten 500 Euro betragen. Die Ampel würde auf Knopfdruck aktiv und könnte so den Straßen- zugunsten des Fußverkehrs stoppen. Haushaltsmittel würden im Fall eines positiven Votums der Kommunalpolitiker im kommenden Jahr zur Verfügung gestellt werden.

dr

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