Schüler sollen über Typisierung informiert werden 

BBS kooperieren mit Datei für Stammzellenspender

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Cecilia Kalkhoff, Gerhard Albers (von links) und Dr. Jürgen Strodthoff sowie Bianca Heesche (von rechts) freuen sich über die Zusammenarbeit mit Theresa Barsch (Mitte).

Wildeshausen - Von Ove Bornholt. Die Berufsbildenden Schulen (BBS) in Wildeshausen haben am Donnerstag ihre Kooperation mit der Deutschen Stammzellspenderdatei (DSD) besiegelt. Teil der Zusammenarbeit ist, dass DSD-Mitarbeiter in die Kreisstadt kommen und Schüler informieren.

Zudem ist die regelmäßige Verknüpfung der Typisierung mit der BBS-Blutspende am Anfang jeden Jahres geplant. Schon zu Beginn dieses Jahres konnten sich die rund 140 Schüler, die Blut spendeten, gleichzeitig typisieren lassen. Von dem Angebot machten 80 junge Leute Gebrauch. Die damals hergestellten Kontakte haben BBS und DSD inzwischen vertieft. 

„Wir möchten dauerhaft zusammenarbeiten und nicht nur für ein Projekt“, sagte Rektor Gerhard Albers. Die Typisierung biete sich bei der Schule an, da viele Blutspender zum ersten Mal dabei seien und ihre Gewebemerkmale dementsprechend vielfach noch nicht erfasst wurden. Die DSD ist eine von 26 Stammzellspenderdateien. Auch wenn es sich um verschiedene Organisationen handelt, werden die Stammzellendaten zusammengeführt.

Theresa Barsch aus Walsrode, die einst selbst Knochenmark für eine an Leukämie erkrankte Frau in Schweden gespendet hatte, war am Donnerstag für die DSD vor Ort. Und sie wird im Vorfeld der Blutspende-/Typisierungs-Aktion wieder in Wildeshausen sein, um die Mädchen und Jungen zu informieren. „Diese können dann anderen Schülern Mut machen“, hofft die 33-Jährige. 

Dabei betont sie jedoch, dass niemand gedrängt werden soll. „Sie sollen sich Zeit lassen.“ Spender, die aus Gruppenzwang mitmachten, würden später, wenn es jemanden gibt, der ihre Hilfe braucht, oft einen Rückzieher machen. „Es ist traurig, wenn ein fünfjähriges Kind drei potenzielle genetische Zwillinge hat, die dann doch nicht spenden wollen“, sagte Barsch.

Unsicherheit bei den Spendern

Ein typischer Fall fürs Abwarten ist Ann-Kathrin (18) aus Delmenhorst. Die BBS-Schülerin beteiligte sich zum ersten Mal an der Blutspende und war sich noch nicht ganz sicher, ob sie sich auch typisieren lassen sollte. Zwei neue Dinge auf einmal waren ihr doch ein bisschen zu viel.

Lehrerin Cecilia Kalkhoff berichtete, dass unter den jungen Leuten teilweise auch noch falsche Vorstellungen vom Ablauf der Spenden vorhanden sind. Auch das ist ein Punkt, an dem die Kooperation zwischen BBS und DSD Abhilfe schaffen soll. Letztere stellt Info-Material zur Verfügung, das im Unterricht verwendet werden kann.

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