Grundstücke aber noch nicht im Verkauf

Konzept für Reihenhäuser am Reepmoor

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So sollen die Reihenhäuser aussehen.

Wildeshausen - Der Ratsbeschluss, nun doch ein etwa fünf Hektar großes Gebiet im Besitz der Stadt nördlich des Bargloyer Weges für die Bebauung freigeben zu wollen, ist erst wenige Wochen alt. Es gibt noch keine Parzellierung, und auch die Vergabekriterien sind nicht endgültig abgestimmt. Dennoch hat der Bauträger Helmut Müller bereits eine Bewerbung um ein Baugrundstück in dem Gebiet eingereicht, weil er dort eine Reihenhausanlage und Doppelhäuser erstellen möchte.

Er legte der Stadt vor wenigen Wochen ein Konzept unter dem Titel „Wohnpark am Reepmoor“ vor und wünscht sich eine schnellstmögliche Entscheidung – natürlich zu seinen Gunsten. Seine Argumente: Der Bedarf an günstigen Häusern mit geringem Grundstücksverbrauch ist groß. Das Baugebiet lässt an der von ihm gewünschten Stelle Reihenhäuser zu, zudem könnte das Projekt aus einem Guss realisiert werden, wobei die innere Erschließung vom Bauträger übernommen wird.

Flächen werden voraussichtlich erst im Frühjahr zum Verkauf angeboten

In der Tat soll es in dem Gebiet Reihenhäuser geben dürfen. Eine positive Antwort der Stadt kann Müller aber noch nicht erwarten. Die Flächen stehen bislang nicht zum Verkauf. Voraussichtlich werden sie im Frühjahr angeboten. Nach der bisherigen Vorstellung soll das neue Baugebiet vom Bargloyer Weg aus mit zwei Planstraßen erschlossen werden. Eine der Straßen soll später einmal in ein Baugebiet „Vor dem Esch“ fortgesetzt werden, für das es aber noch keinen Bebauungsplan gibt. In dem Baugebiet nördlich des Bargloyer Weges sollen 45 Grundstücksflächen zur Verfügung stehen. Eine Doppelhaushälfte kann rechnerisch auf 350 Quadratmetern stehen. Für Einfamilienhäuser soll es Flächen von 400 bis 800 Quadratmeter geben. Im Eingangsbereich am Bargloyer Weg wäre auch zweigeschossige Bauweise möglich.

Müller möchte den letztgenannten Bereich mit einer Größe von 7500 Quadratmetern erwerben und dort eingeschossig bauen. Die Reihenhäuser sollen so aussehen, wie die bereits von ihm an der Fliederstraße errichteten Gebäude. „Damit sie nicht so klotzig wirken, plane ich alle Häuser mit einem Satteldach“, sagt der Investor. „Die einzelnen Gebäude werden maximal 22 Meter lang.“

Müller hofft, dass die Politik schnell darüber berät, ob eine Fläche überhaupt an einen Bauträger abgegeben werden soll. Das könne aus seiner Sicht auch öffentlich geschehen. „Solch eine Anlage zu planen, dauert erfahrungsgemäß etwas länger“, so der Investor. „Die Stichstraße wäre für mein Vorhaben nicht erforderlich. Für die Stadt wäre das eine sehr kostengünstige Lösung, und auf der Fläche würde mehr Wohnraum entstehen, der in Wildeshausen tatsächlich benötigt wird. Mein Vorhaben bietet auch dem schmalen Geldbeutel bezahlbaren Wohnraum“, wirbt Müller für sein Projekt – wird sich aber nach Angaben der Stadtverwaltung noch gedulden müssen.

dr

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