Artur Gabriel nicht mehr Schießoffizier

Konstrukteur von zwei Vogelstangen

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Artur Gabriel nahm sich die Zeit, um auf 20 Jahre als leitender Schießoffizier zurückzublicken. 

Wildeshausen - Die Pause zwischen dem Übungsschießen und dem Kinderkönigsschießen nahm der scheidende Schießoffizier Artur Gabriel am Sonnabend zum Anlass, neben der Vogelstange sitzend auf die vergangenen 20 Jahre zurückzublicken.

„Damals war der Schießstand in einem desolaten Zustand. Das Aufbauen dauerte Tage und war mit sehr vielen Quälereien verbunden“, erinnerte sich Gabriel. Es sei in der Zeit nie ein Unfall passiert. Man sei immer der Gesetzgebung einen Schritt voraus gewesen: „Danke an die Kreisverwaltung für die tatkräftige Unterstützung.“

In seinem Schafferjahr begann Artur Gabriel mit seinem Bruder Horst eine neue Vogelstange für das Kinderschützenfest zu konstruieren und zu bauen. „Wir spendeten die hier immer noch in Gebrauch befindliche Stange der Schützengilde. Zwei Jahre danach erfolgte der Bau der Schießboxen für das Kinderschießen. Dafür bedanke ich mich bei dem damaligen Schützenboten Gerd Tschöpe.“

Ein Jahr später wurde die Schießanlage für die Kinder gepflastert. Tatkräftig dabei war Oberleutnant Jörg Kramer.

Es musste eine Neue her

Ein großer Einschnitt kam dann im Jahr 2006. „Damals“, so Gabriel, „wurde die alte Vogelstange, ein alter Kran, mit einem großen Aufwand repariert. Doch niemand wollte mehr die Verantwortung für die Bedienung übernehmen. Es musste also eine Neue her. Wir begannen mit der Planung, und nach vier Wochen Konstruktionsarbeit und vielen Diskussionen hatte ich den Entwurf fertig. Hauptmann Ernst Frost beantragte die Genehmigung bei der Stadt, und dann ging es los.“ Drei Monate später sei alles fertig gewesen, das aber auch nur, weil Tambour Wolfgang Niester täglich an dem Bau gearbeitet habe und König Jörg Flege bei jeder Arbeit mit Rat und Tat vor Ort war. „Im Jahr 2008 haben wir dann unseren ersten König Uwe Reinking an der neuen Vogelstange ermittelt.“

Als eines seiner „Lieblingsprojekte“ seines Lebens bezeichnete Gabriel den Bau des Schießhauses. „Wir haben es zusammen mit Schülern der Berufsbildenden Schulen gebaut, die zuerst keine Ausbildungsstelle gefunden hatten. Das Schöne daran war, dass durch diesen Bau alle Schüler eine Ausbildungsstelle bekamen. Gabriels Dienst ist nun beendet. Als Nachfolger ist Jörg Kramer vorgesehen. Die Entscheidung darüber fällt in der Offiziersversammlung. 

 dr

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