Alexanderkirche: Gottesdienste mit 105 Gästen

Konfirmation in sieben Akten

Der Beton ist weg: Ein Metallgeländer sorgt auf der Empore vor der Orgel der Alexanderkirche für die nötige Sicherheit.
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Der Beton ist weg: Ein Metallgeländer sorgt auf der Empore vor der Orgel der Alexanderkirche für die nötige Sicherheit.

Wildeshausen – In diesem Jahr wird in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Wildeshausen schon der dritte Konfirmandenjahrgang unter Corona-Bedingungen betreut. Die 61 jungen Menschen, die nun an den Wochenenden 12. und 13. Juni sowie 26. und 27. Juni in sieben Gottesdiensten eingesegnet werden, haben das ganze Jahr keine großen Gruppentreffen erlebt und teilweise per Zoom-Meeting Unterricht gehabt.

Da die Feiern jedoch vom April auf den Juni verschoben wurden, können sie nun bei ihren Feiern ungewohnte Freiheiten genießen. In der Kirche dürfen sich zu jedem Gottesdienst bis zu 105 registrierte Gäste versammeln. Jeder Konfirmand hatte die Möglichkeit, bis zu zwölf Angehörige einzuladen. Externe Besucher dürfen nicht teilnehmen.

„So viel Aufwand haben wir bei der Planung noch nie gehabt“, berichtet Pastor Markus Löwe, der zusammen mit Vikarin Franziska Kempcke am nächsten Wochenende alle vier Gottesdienste gestalten wird. Die Gäste seien den Hygiene- und Abstandsregeln entsprechend auf den gesamten Kirchenbereich verteilt worden und sie dürften sogar während der Feier ihre Maske abnehmen. „Singen ist jedoch nicht erlaubt“, so der Pastor. Das sei zwar bei einem Inzidenzwert von unter 35 im Landkreis Oldenburg auch wieder möglich. „Wir haben aber Gäste aus vielen unterschiedlichen Bundesländern, sodass wir beschlossen haben, kein Risiko eingehen zu wollen.“

Auch die Familienfeiern im Anschluss sind nach den neuen Regelungen wieder möglich. Zumindest dürfen hier mehrere Haushalte zusammenkommen.

Für die Konfirmanden geht damit eine ungewöhnliche Zeit zu Ende. Bis zur Weihnachtszeit war es noch möglich, in kleinen Gruppen den Unterricht vor Ort zu besuchen. Im neuen Jahr gab es dann zunächst nur virtuelle Treffen über das Internet, und seit wenigen Wochen können sich die jungen Leute wieder in kleinen Gruppen sehen. „Den großen Konfirmandennachmittag mit allen Beteiligten hat keiner von ihnen erlebt“, berichtet Löwe. Derartige Treffen soll es nach Möglichkeit im nächsten Jahr geben, wenn die Coronaregeln es zulassen. Rund 20 Prozent der Jugendlichen engagieren sich nach Angaben des Pastors nach der Konfirmandenzeit in der Gemeinde weiter. Viele von ihnen sind im „K-Team“ aktiv, das sich um die aktuellen Konfirmanden kümmert. Einige engagieren sich aber auch im Rahmen der jungen Gottesdienste „Alex 18:30“.

Neues Geländer an der Orgelempore

Wenn die Festgemeinde an diesem Wochenende in der Kirche zusammenkommt, lohnt sich ganz besonders ein Blick in Richtung Rosette. Diese ist zwar schon eine Weile freigelegt, doch nun wurde auch das Geländer an der Orgelempore angebracht. Dort, wo früher eine wuchtige Betonbalustrade war, befindet sich nun ein Metallgeländer, das weder den Blick auf die Rosette noch auf die Orgel behindert und dennoch Sicherheit bietet. „Der Metallbauer Igor Kotelnikow aus Oldenburg hat das Geländer, das am Aufgang der Kirche gestalterisch vorgegeben war, nach oben künstlerisch fortgeführt“, so Löwe zufrieden. Das sei in guter Absprache mit der Landeskirche und den Denkmalschützern geschehen und lasse die Orgelempore nun sehr leicht erscheinen.  

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