Entwicklung der Stadt bis 2030

Konferenz nimmt Bürger mit in Wildeshauser Zukunft

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Einmal im Jahr findet in Wildeshausen der Wochenmarkt unter einem Fallschirm statt. Das Einkaufserlebnis und die Traditionspflege mit der Wildeshauser Schützengilde sind für die Einwohner und Besucher gleichermaßen attraktiv.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Wohin soll sich die Stadt Wildeshausen bis zum Jahr 2030 entwickeln? Bürgermeister Jens Kuraschinski hatte gleich nach seiner Wahl im Jahr 2014 die Erstellung eines Perspektivplanes angestoßen.

Zunächst hatten sich dann acht Expertengruppen mit verschiedenen Aspekten städtischer Belange auseinandergesetzt, und nun soll es Stadtkonferenzen geben, in denen sich alle interessierten Bürger konstruktiv einbringen können.

Touristische Attraktivität im Vordergrund

Das erste Treffen ist für Mittwoch, 14. Juni, ab 17.45 Uhr im Rathaussaal geplant. „Es gibt eine Menge Fragen zu beantworten. Wie kann das Profil Wildeshausens geschärft werden, um die Attraktivität besonders als touristisches Ziel langfristig zu verbessern? Wie geht man mit zukünftigen Leerständen im Bereich des Quartiers Huntetor um?“, nennt Daniela Baron vom Stadtmarketing Aspekte, die thematisiert werden sollen.

Die prähistorische Geschichte mit dem Gräberfeld und den Kleinenkneter Steinen soll verstärkt thematisiert werden.

Zunächst hatte das Forum Stadtmarketing erste Überlegungen angestellt und zusammen mit einem Planungsbüro eine Dachmarke entwickelt. In den vergangenen Monaten hatten acht Expertengruppen zu den Themen Bildung, Verkehr, Einzelhandel, Innenstadt, Gewerbe, Kultur, Freizeit und Tourismus darüber nachgedacht, wohin sich die Stadt entwickeln soll und entsprechende Ziele formuliert. Gleichzeitig hat ein Student mögliche Potenzialflächen kartiert, auf denen zukünftige Entwicklungen wünschenswert sind.

Bürger können sich während dreier Stadtkonferenzen einbringen

„Das Büro Ackers und Partner aus Braunschweig ist jetzt beauftragt worden, aus diesen Grundlagen einen übergeordneten Entwicklungsplan bis zum Jahr 2030 abzuleiten“, so Baron. In drei Stadtkonferenzen seien die Wildeshauser eingeladen, sich an der Gestaltung ihrer Stadt zu beteiligen.

Zu dem Themenkomplex gehört auch die Frage, welche Standorte für neue Nutzungen wie Wohnungen und Arbeitsplätze mit Priorität zu entwickeln sind. Berücksichtigt werden soll in diesem Zusammenhang auch, wie sich der demografische Wandel in der Stadt auswirkt, ob die Schulstandorte weitere Funktionen übernehmen können und wie die Innenstadt noch attraktiver wird.

Das Büro Ackers und Partner führt zunächst im Rahmen des ersten Austausches in das Thema ein, informiert über bislang erarbeitete Grundlagen und das weitere Verfahren und diskutiert mit den Teilnehmern der Konferenz noch offene Fragen zur Stadtentwicklung.

„Das eigene Zuhause gestalten“

Außerdem haben die Besucher die Möglichkeit, sich an fünf Themenständen über die bislang formulierten Zielsetzungen zu informieren sowie aufgeführte Projekte und Pläne zu bewerten und zu ergänzen.

„Es ist für alle Wildeshauser eine große Chance, in die Zukunft zu schauen und das eigene Zuhause entsprechend der sich wandelnden Bedürfnisse und Lebensumstände mit zu gestalten. Deshalb freue ich mich auf viele Teilnehmer aus der Bevölkerung“, wirbt Kuraschinski für den Prozess.

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