Abriss des Vorbaus

Kommt ein Hofladen in die alte Fleischerei Tonn?

Abriss noch in diesem Jahr? Der leer stehende Vorbau an der Kleinen Wallstraße, in dem sich die Fleischerei Tonn befand, soll abgebrochen werden.
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Abriss noch in diesem Jahr? Der leer stehende Vorbau an der Kleinen Wallstraße, in dem sich die Fleischerei Tonn befand, soll abgebrochen werden.

In die alte Fleischerei Tonn an der Kleinen Wallstraße in Wildeshausen könnte ein neues Geschäft einziehen. Davor soll allerdings der Vorbau abgerissen werden.

Wildeshausen – Seit zweieinhalb Jahren steht die ehemalige Fleischerei Tonn an der Kleinen Wallstraße in Wildeshausen leer. Doch das wird möglicherweise nicht mehr lange so sein. Ein Hofladen zum Verkauf von regionalen Produkten soll in das Erdgeschoss des Gebäudes einziehen. Allerdings soll dafür der Vorbau, in dem jahrzehntelang Fleischwaren verkauft wurden, abgerissen werden. Und da die Immobilie in der Innenstadt liegt, für die eine Erhaltungssatzung gilt, muss die Politik zustimmen. Das Thema steht auf der Tagesordnung des Bauausschusses, der am Donnerstag, 2. Dezember, ab 18.15 Uhr im Rathaus zusammenkommt.

In ihrer Stellungnahme kommt die Stadtverwaltung zu dem Schluss: „Das Gebäude prägt weder das Ortsbild noch die Stadtgestalt und ist auch sonst nicht von städtebaulicher Bedeutung. Ein Erhaltungswert wird somit nicht erkannt.“ Allerdings werde mit einem Abriss des Vorbaus die im Straßenzug dominierende und in den örtlichen Bauvorschriften festgesetzte Dachform (Walm- oder Satteldach mit einer Neigung von 30 bis 50 Grad) unterbrochen, da der rückwärtige Gebäudeteil aktuell mit einem Flachdach versehen ist, welches zum Vorschein kommen würde. Dadurch würde eine „Lücke“ im Ortsbild entstehen. „Insofern sollte mit dem Teilabriss des vorderen Bereiches parallel der rückwärtige Gebäudeteil entsprechend der örtlichen Bauvorschrift mit einem Satteldach versehen werden“, meint die Verwaltung.

Sitzplätze zum Essen vor dem Laden geplant

Der Bauherr beabsichtigt laut Schreiben des Architekten, die entstandene Fehlstelle in der Fassade sensibel zu „reparieren“ und nach Fertigstellung optisch zu einem „gelungenen Gebäudeensemble im Zusammenklang mit der Kleine Wallstraße 6 zu vervollständigen. Städtebaulich solle der Platz vor dem Gebäude ansprechend gestaltet und mit einer hohen Aufenthaltsqualität versehen werden. Auch seien dort einige Außensitzplätze geplant, um die im Laden gekauften Lebensmittel zu verspeisen. „Zur Wahrung der Baulinie und der städtebaulichen Fassung des Straßenzuges können wir uns eine Art Palisade vorstellen, die den Verlauf der Baulinie kennzeichnet, und somit in Anlehnung an die Vorgaben der Bauleitplanung als städtebauliche Raumfassung dient. Die Fassadenplanung hat ein zurückhaltendes, ruhiges und farblich sensibel in die Umgebung eingepasstes Erscheinungsbild zum Ziel“, heißt es vom Architekten.

Aus wirtschaftlicher Sicht sei der Erhalt des Vorbaus nicht rentabel, teilte der Architekt mit. „Durch den Investitionsstau der vergangenen Jahre“ sei der Vorbau „im Inneren recht heruntergekommen“.

Was den Hofladen angeht, seien bereits erste Gespräche mit Erzeugern regionaler Produkte geführt worden. Dabei sei Interesse für die Nutzung bekundet worden. Das Ziel des Eigentümers sei es, den Abriss noch in diesem Jahr abschließen zu können. Angebote für die Maßnahme lägen bereits vor.

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