Lehrerin verlässt Holbeinschule

„Alles richtig gemacht“: Angelika Wildbredt verabschiedet 

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Angelika Wildbredt bedankte sich für die Blumen.

Wildeshausen - Von Holger Rinne. Alles richtig gemacht – wer kann das schon von sich behaupten? Anlässlich ihrer Verabschiedung aus dem Schuldienst konnte Angelika Wildbredt, langjährige Lehrerin an der Wildeshauser Holbeinschule, gleich mehrere Stationen ihres Lebens mit diesem Prädikat versehen. Im Kreise ihrer Kolleginnen wurde die Pädagogin am Samstagabend im Restaurant „Altes Amtshaus“ verabschiedet. Fast 28 Jahre war die Pädagogin an der Holbeinschule.

Und Wildbredt war eine „Überzeugungstäterin“. „Ich wollte schon immer Lehrerin werden und habe mich bewusst für diesen Beruf entschieden. Ich finde, das ist schon ein großes Glück, den richtigen Partner und den richtigen Beruf für das Leben gewählt zu haben – alles richtig gemacht“, leitete sie ihren Rückblick ein. Ihr Partner ist Peter Wildbredt, seit 2005 Polizeioberkommissar im Ruhestand.

Das Studium für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen begann Angelika Wildbredt im Oktober 1974. Durch die Lehrerschwemme Ende der 1970er-Jahre konnte sie ihr zweites Staatsexamen allerdings erst 1981 absolvieren.

„In diese Zeit fiel unser drittes Glück, nämlich die Geburt von Christine im Jahr 1980. Eine wunderschöne Zeit als Familie begann – alles richtig gemacht“, betonte Wildbredt. Das gleiche Urteil fällte sie über ihre zehn Jahre an der Hauptschule in Wildeshausen, wo im Jahr 1982 ihre Lehrerlaufbahn begann.

Das Kollegium um Inke Bajorat (Vierte von links) verabschiedete Angelika Wildbredt (Vierte von rechts) nach 28 Jahren an der Holbeinschule.

1991 ergriff sie die Gelegenheit, an die Holbeinschule zu wechseln. Dort konnte sie sich so richtig entfalten. „Keine Schulform ist so reformfreudig wie die Grundschule. Hier habe ich mich im Kollegium gut aufgehoben und sehr wohl gefühlt“, schwärmte sie über die Atmosphäre, die auch auf ihr Privatleben Auswirkungen hatte. „Wenn es einem gut geht, denkt man auch noch einmal über das Kinderkriegen nach. Und so kam unsere ,Kleine‘, die Alicia, als viertes großes Glück zu uns – wieder alles richtig gemacht“, schloss die engagierte Lehrerin ihren beruflichen Rückblick. Reisen, Fahrten mit dem Wohnmobil und viel Zeit für die Enkelkinder stehen von nun an auf ihrem Wochenplan.

Dem hatte Schulleiterin Inke Bajorat nur wenig hinzuzufügen. Alle Versuche, Wildbredt noch an der Schule zu halten, seien gescheitert, hieß es. Auch der charmante Versuch des Sohns der Schulleiterin – „die Lehrerin mit den blonden Locken ist doch noch viel zu jung für den Ruhestand“ – lief ins Leere. Etwas Besonderes hatten sich die Kolleginnen zur Verabschiedung ausgedacht: Zum Song „Felicita“ ließen sie die Höhepunkte von Wildbredts Zeit an der Holbeinschule in Versform Revue passieren.

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